Einst, als die Hoteliers für ihren Gasthof ein wenig Reklame machen wollten – weil sich nebenan auch ein Gasthof befand und man die Touristen für sich alleine haben wollte - nutzten sie die Dienste eines Landschaftsmalers, oft gegen Kost und Logis, der ein schönes Bild ihres Gasthofs malte. Das Bild brachte man anschliessend einem Verlag, dessen Künstler aus dem Bild einen Stich zeichneten. Manchmal kamen die Künstler selber an Ort und Stelle, um eine Skizze der Pension zu erstellen und diese dem Verlag direkt zum Druck zu liefern.
Die Stiche waren nicht immer treu, trafen sogar selten die Wirklichkeit. Die Berge waren kleiner oder grösser, je nachdem, wie es einem lieber war. Das Bahngleis stand genau vor der Tür und das Dampfschiff konnte man beinahe vom Garten aus betreten. Das Hotel verfügte bereits über einen Anbau, auch wenn der Hotelier das Geld dafür noch gar nicht hatte. Veranda, Balkon und Festsaal wurden ohne Scham skizziert, auch wenn sie erst im Bau waren. Aus diesem Grunde ist es oft schwierig, die Stiche ohne Archivangaben genau zu datieren.
Der Stich kostete eine Menge Geld und sollte lange gebraucht werden können. Die ersten Stiche, von denen man sagen kann, dass es sich um Werbung handelt, datieren um 1850. Nach 1848 ist die Schweiz endlich ein Land ohne «Grenzen» mit einer einzigen Währung. Die Wanderer der ersten Touristenepoche waren meistens zu Fuss und per Kutsche unterwegs. Wenn der eine oder andere einen solchen Stich in seiner Reisetasche mitnehmen konnte, war es gute Werbung für den Gasthof, der damit sicher weitere Gäste anziehen konnte.
Heute sind wir es gewöhnt, dass ein Hotelprospekt schöne Bilder zeigt und viele Informationen enthält. Man wird vom Bild gelockt und liest den Inhalt erst, wenn man die Absicht hat, in einem bestimmten Hotel abzusteigen. Damals gab es noch keine Prospekte, wie man sie seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts kennt. Die Hoteliers überlegten also, wie sie aus dem schönen Bild mehr als ein Andenken machen konnten. Da man ja sowieso eine Matrize machen musste, um den Stich zu drucken, konnte man dem Bild aus dem Satzkasten der Druckerei ohne grossen Aufwand und ohne grosse Kosten einen Text hinzufügen.
Bezeichnend ist, dass die Texte immer länger wurden und bald so informativ, dass sie dem Bild die Show stahlen und die Hoteliers den Hotelprospekt erfinden mussten. Die Bilder sprechen alle für sich - damit man sie auch richtig versteht,
werden spannende Zusatzinformationen in diesem Dossier veröffentlicht.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.