Die Debatte dauert an. Fast so wie der Schneefall der letzten Wochen. Die Rede ist von einer Diskussion, die, wie ich hoffe, nun vom Tisch ist - vom Schnee verweht, sozusagen. Zu lange schon haben Touristiker und Bergbahnvertreter über Schneehöhen zu Berg und Tal diskutiert. Stein des Anstosses war die Frage, ob wir in den täglichen Bulletins nebst der Schneehöhe auf dem Berg und dem allgemeinem Pistenzustand auch die Schneesituation in Talstation und Dorf auflisten sollten. Wir waren für ein bedingungsloses Ja, im Sinne der Transparenz und weil eben nur Schnee im Dorf zur entscheidenden Winterferienambiance beiträgt. Die Bergbahnen waren für ein Nein, weil die Beschaffenheit der Piste die zentrale Info sein soll. Gefunden wurde ein helvetischer Kompromiss: Ja zum Pistenzustand, Nein zur Schneehöhe an der Talstation, Ja zur Schneehöhe im Dorf.
Damit wir uns richtig verstehen: Schnee ist das A und O für die Bergbahnen und uns alle im Tourismus. Die gesicherte Talabfahrt ist ein absolutes Must. Und so bin ich auch ein klarer Verfechter von künstlicher Beschneiung. Es ist paradox: Der Gast, der einerseits Natur pur wünscht, will andererseits die totale Erlebnisgarantie - bis zum letzten Pistenmeter gewissermassen. Wir haben keine andere Wahl, vor allem in Zeiten der Klimaerwärmung und der damit einhergehenden Wetterkapriolen.
Angesichts der Schneemengen, die uns Frau Holle und Herr Horat (unser Wetterschmöcker) beschert haben, sind die Kritiker verstummt. Denn: Das ist Winter, wenn im Dorf der Schnee unter den Sohlen knirscht, wenn wir mit Pferdeschlitten zum Fondue-Znacht vorfahren oder wenn der weisse Teppich zum Shopping-Bummel lädt. Damit hebt sich unser Winterwunderland tüchtig ab, denn unsere Dörfer und Skigebiete sind im Vergleich zu den Mitbewerbern im Schnitt nun einfach deutlich höher gelegen - von den längeren Abfahrten bis ins Tal ganz zu schweigen. «Size matters» - eben auch hier. Oder anders gesagt: Die Schneehöhen bleiben ein Thema. Jeden Winter, im Guten wie im Schlechten. Unser Schnee ist eine Differenzierung. Seien wir mutiger. Seien wir transparent. Zeigen wir unseren Schnee - vor allem im Dorf.
Die IG Parahotellerie profitiert von der strategischen Partnerschaft mit Schweiz Tourismus. Der Präsident der Interessengemeinschaft, Fredi Gmür, zieht Bilanz.
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Peter Kappert, Vorstandsmitglied von Swiss Health, will mehr Gesundheitstouristen in die Schweiz locken. Im Fokus stehen die ehemaligen Ostblockstaaten, Russland und der arabische Raum.