street parade
09.09.2010
Revival von Freiluft-Bars unsicher
(© Verein Street Parade Zürich)
Der Zürcher Gemeinderat bittet den Stadtrat, zu prüfen, unter welchen Auflagen die erweiterte Nutzung von Boulevard-Cafés während der Street Parade wieder gewährt werden könnte. Polizeivorstand Daniel Leupi warnt vor zu grossem Optimismus.

Zwar werde er das Anliegen prüfen - das Postulat wurde schliesslich mit 119 zu 0 Stimmen überwiesen - aber die Erwartung, dass es bei der Street Parade 2011 anders sein werde, müsse er dämpfen, so der Polizeivorsteher. Denn der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gewalt sei nicht von der Hand zu weisen. 

Auch wies Leupi die Postulanten darauf hin, dass der normale Betrieb der Freiluft-Cafés ja gewährleistet sei. Von einem generellen Verbot könne in keiner Art und Weise die Rede sein, wenn sie lediglich keine Sonderbewilligung erhielten. Schon eher könne man sie als Trittbrettfahrer bezeichnen, die von der Arbeit des Vereins Street Parade gratis und franko profitieren wollten, sagte Leupi.

Bis 2007 gabs für alle Sonderbewilligungen
Bis ins Jahr 2007 erhielten für den Street-Parade-Tag alle Betriebe in der Zürcher Innenstadt, die bereits eine Bewilligung für das Wirten im Freien hatten, jedes Jahr eine Sonderbewilligung. Diese erlaubte es ihnen etwa, eine Musikanlage und zusätzliche Bartheken aufzustellen. 2008 hatte der Stadtrat beschlossen, keine generellen erweiterten Boulevardbewilligungen für Gastrobetriebe in der Innenstadt während der Parade zu erteilen. Dadurch sollten Gewalt- und Alkoholexzesse verhindert werden. (rom/sda)

  
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