Sesselkleber im Rat hätten Vorteile bei diesem Geschäft, eröffnete Rolf Büttiker (FDP/SO) den Reigen der Voten. Der Grund: Die ständerätliche Diskussion um die Ratifikation der Durchführungsprotokolle zur Alpenkonvention begann im Jahr 2002. 2004 genehmigte die Kleine Kammer drei der neun Protokolle zur Ratifizierung. 2009 beschloss der Nationalrat knapp mit 97 gegen 94 Stimmen bei 2 Enthaltungen auf das Geschäft nicht einzutreten.
Die gleichen Argumente
Und nun, 2010, - das Geschäft wird wiederum im Ständerat behandelt - «gehen die Emotionen höher denn je», konstatierte Bundesrat Moritz Leuenberger nach der Debatte. Die Argumente seien die gleichen wie vor sechs Jahren. Die Befürworter argumentierten insbesondere damit, dass viele Aufgaben im Alpenraum nicht alleine zu bewältigen seien und die Schweiz deshalb auf solidarische Zusammenarbeit mit den anderen Alpenstaaten angewiesen sei. Die Ratifikation der drei Protokolle gebe der Schweiz innen- wie auch aussenpolitisch die Möglichkeit, ihren Willen zur Zusammenarbeit zu bestärken, sagte Büttiker.
Österreich hat Protokolle ratifiziert
Das Argument, die Durchführungsprotokolle behinderten die wirtschaftliche Entwicklung, liess er nicht gelten. Österreich habe die Protokolle ratifiziert und ein touristisches Rekordjahr hinter sich. Durch die Ratifikation der Protokolle hätten dort Alpenthemen national und regional mehr Gewicht erhalten. Die drei Protokolle «Raumplanung und nachhaltige Entwicklung», «Bodenschutz» und «Verkehr», seien die ideale Auswahl, «um den Orientierungsrahmen zu testen» - quasi ein «Trainingslager».
Die Gegner beklagten wirtschaftliche Einschränkungen und Nachteile für den Tourismus, so beispielsweise This Jenny (SVP/GL). Jede Blume und jedes Murmeltier würden geschützt, sagte er, was Verena Diener (glp/ZH) als «leicht übertrieben» abtat. Neben schönen Schutzräumen in den Alpen gebe es auch Gebiete, die ihre Schönheit verlören - und damit auch an Wert für den Tourismus.
2011 präsidiert Schweiz Alpenkonvention
«60 Prozent der Schweiz wird unter eine Kuppel von Schutz gestellt», sagte Filippo Lombardi (CVP/TI). Die Protokolle nähmen den Alpenkantonen die Chance, sich zu entfalten. «Wir schaffen so eine Schweiz der zwei Geschwindigkeiten.» Argumentiert wurde auch mit der Glaubwürdigkeit der Schweiz, die im kommenden Jahr das Präsidium der Alpenkonvention inne haben wird. Sie hat intensiv an der Ausarbeitung der Protokolle gearbeitet. Sie nicht zu ratifizieren, führe zu Erklärungsbedarf, so Diener. (rom/sda)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.




In der Sommersession des Parlaments stehen mehrere Geschäfte zur Debatte, die Hotellerie, Gastronomie und Tourismus betreffen. Hier finden Sie die Entscheide, laufend aktualisiert.
Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.