In der Schweiz unterliegt der Verkauf von Liegenschaften und Wohnungen an Ausländer einer Bewilligungspflicht. Jährlich steht ein Kontingent von 1400 Einheiten zur Verfügung. Auf Antrag von Christophe Darbellay hiess der Nationalrat nun zwei Motionen gut, die den Bundesrat beauftragen, das Kontingent zu erhöhen. Einerseits soll das Jahreskontingent um die Anzahl Grundstücke erhöht werden, die von Ausländerinnen und Ausländern wieder an Schweizer Bürger veräussert werden. Andererseits soll der Weiterverkauf von Grundstücken (keine Neubauten) von Schweizerinnen und Schweizern an Personen im Ausland vom Geltungsbereich des Gesetzes ausgenommen werden.
Akutes Problem - nicht nur im Wallis
Darbellay macht sich mit seinen Vorstössen für ein Problem stark,
das vor allem in seinem Heimatkanton Wallis akut ist. Trotz der
Kontingente wurden dort - wie in anderen Tourismus-Regionen auch - viel
mehr Häuser und Wohnungen an Ausländer verkauft als erlaubt. Problematisch
ist, dass die Eigentumsübertragung an den Ausländer erst dann
rechtswirksam wird, wenn der Verkauf auch im Grundbuch eingetragen ist.
Der Eintrag kann jedoch erst erfolgen, wenn ein Kontingentsplatz zur
Verfügung steht, was manchmal Jahre dauern kann. In dieser Wartezeit
besteht für die Käufer deshalb eine hohe Rechtsunsicherheit.
Lex Koller aufheben?
Wie Darbellay erklärte, ist für ihn weiterhin die Abschaffung der Lex Koller das Ziel. Da der Nationalrat dies zuletzt ablehnte und als Ersatz raumplanerische Begleitmassnahmen forderte, schätzt Darbellay eine Aufhebung als zurzeit nicht wahrscheinlich ein. Bis dahin brauche es deshalb Zwischenschritte, um dem Tourismus und der Wirtschaft Impulse zu geben. Vergeblich hielt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf dagegen, dass man eine so oder so schon komplexe Situation nicht noch mit punktuellen Massnahmen verkomplizieren solle. Ausserdem sei der Bundesrat dagegen, dass die Lex Koller vollständig ausgehöhlt werde, ohne dass gleichzeitig raumplanerische Regeln geschaffen würden. Die beiden Motionen werden nun vom Ständerat behandelt. (rom/sda)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.




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Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.