studie
19.07.2010
Migros punktet mit viel Swissness
(© fotolia)
Die Migros liegt bei der neusten Reputations-Umfrage von GfK Switzerland (Hergiswil, NW) an der Spitze von 50 führenden Schweizer Unternehmen. Hingegen verlieren die SBB wieder an Reputation.

Die repräsentative Studie «GfK Business-Reflector 2010» ist seit über zwanzig Jahren ein wichtiger Seismograph in der Schweizer Unternehmenslandschaft. Die Studie wurde in enger Zusammenarbeit mit der Universität Zürich durchgeführt und stützt sich auf deren Reputations-Theorie ab. Einzelinterviews mit 3'400 Personen zu Fragen über die Qualität der Angebote, das Ansehen, den wirtschaftlichen Erfolg, das soziale und ökologische Verhalten, die Innovationskraft bildeten die Grundlage für das Reputations-Monitoring.

Swissness und Regionalität sind ausschlaggebend
Der Migros-Genossenschafts-Bund führt erstmalig die Rangliste der Reputations-Umfrage von über 50 untersuchten Firmen an. Die 3'400 Befragten anerkennen Migros als bestes Schweizer Unternehmen. In Zeiten der Krise zählt die regionale oder nationale Verankerung besonders stark und eine glaubhafte Schweiz-Verankerung stützt die Reputation. «Ihr Bekenntnis zu Swissness, Regionalität und der Schweiz als Produktionsstandort bringen der Migros gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten viel Sympathie ein», bestätigt Matthias Vonwil, Studienleiter bei der GfK.

Banken und Versicherungen weit abgeschlagen
Vor einem Jahr lag Migros noch auf dem dritten Rang. Hauptkonkurrent Coop konnte die Reputation in diesem Jahr ebenfalls erhöhen und liegt mit dem 7. Rang weit vorne. Der letztjährige Sieger Swatch belegt im 2010 den 2. Platz. Grossbanken und Versicherungen profitierten zum Untersuchungszeitraum (25. März bis 16. April 2010) von der Erholung der Wirtschaftskrise. Vor allem UBS und CS können sich stark verbessern, wenn auch auf einem tiefen Niveau. Die UBS bleibt auf dem letzten Rang. Die CS verbessert sich auf Rang 44.

SBB verlieren an Reputation
Konnten die SBB im Krisenjahr 2009 von der «Krisenresistenz» eines halbstaatlichen Unternehmens noch profitieren, verlieren sie in diesem Jahr wieder an Reputation. Die SBB liegen neu auf Rang 12. (npa/sda)

  
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