Die aktuellen Tourismusprognosen (siehe «BAK-Prognose: Vier magere Jahre») zeichnen ein düsteres Bild für die von der Frankenstärke stark betroffenen Hotellerie. Neben den einbrechenden Logiernächtezahlen leiden insbesondere die Ferienregionen unter erheblichen Umsatzrückgängen. hotelleriesuisse fordert deshalb ein zweites Massnahmenpaket mit rasch wirkenden Sofortmassnahmen.
Die derzeitige Situation auf den Währungsmärkten stellt für die hiesige Hotelbranche eine erhebliche Belastung dar. Insbesondere die Ferienregionen leiden unter einbrechenden Logiernächtezahlen und Umsatzrückgängen. Bedenklich ist, dass mittlerweile auch betriebswirtschaftlich gesunde Betriebe in Mitleidenschaft gezogen werden. Die aktuellen Tourismusprognosen zeigen, dass diese negativen Tendenzen im Laufe des nächsten Jahres durch die düsteren Konjunkturaussichten zusätzlich verstärkt werden.
Kurzfristige Entlastung ist entscheidend
Das in der Herbstsession verabschiedete Massnahmenpaket sendet ein wichtiges Signal an die betroffenen Tourismusunternehmen. Es greift jedoch zu kurz und wirkt, falls überhaupt, erst mittel- und langfristig. Die Hotellerie benötigt jetzt entsprechende Sofortmassnahmen. hotelleriesuisse fordert deshalb die rasche Umsetzung eines zweiten Massnahmenpakets, wie es der Bundesrat Ende August angekündigt hatte. Die angemeldete Unterstützung der Standortförderung ist richtig. Wichtig ist in jedem Fall die kurzfristige Wirkung der eingesetzten Instrumente.
Befristete Aufhebung der Mehrwertsteuerpflicht für Beherbergung
Einen sinnvollen Anknüpfungspunkt bildet die Mehrwertsteuer. Deshalb ist im Massnahmenpaket aufzunehmen, die Mehrwertsteuerpflicht für die Beherbergung um ein Jahr auszusetzen. Mit einer gezielten und begrenzten Mehrwertsteuer-Erleichterung wird der folgenschweren Frankenstärke effektiv und gezielt entgegengewirkt. Der Hebel wird am richtigen Ort angesetzt: Sind doch über 60 Prozent aller Übernachtungen ausländischer Herkunft. Gleichzeitig wird dem Verlust schweizerischer Gäste, die verstärkt im Ausland Ferien machen, wirkungsvoll begegnet.
Insgesamt führt eine solche Entlastung den Hotelbetrieben rasch und zielführend die nötige Liquidität zu und erhöht deren Investitions- und Preisgestaltungsspielraum.
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.




Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.