hotelleriesuisse
31.10.2011
hotelleriesuisse fordert zweites Massnahmenpaket
Die aktuellen Tourismusprognosen zeichnen ein düsteres Bild für die von der Frankenstärke stark betroffenen Hotellerie. Neben den einbrechenden Logiernächtezahlen leiden insbesondere die Ferienregionen unter erheblichen Umsatzrückgängen.
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Die aktuellen Tourismusprognosen (siehe «BAK-Prognose: Vier magere Jahre») zeichnen ein düsteres Bild für die von der Frankenstärke stark betroffenen Hotellerie. Neben den einbrechenden Logiernächtezahlen leiden insbesondere die Ferienregionen unter erheblichen Umsatzrückgängen. hotelleriesuisse fordert deshalb ein zweites Massnahmenpaket mit rasch wirkenden Sofortmassnahmen.


Die derzeitige Situation auf den Währungsmärkten stellt für die hiesige Hotelbranche eine erhebliche Belastung dar. Insbesondere die Ferienregionen leiden unter einbrechenden Logiernächtezahlen und Umsatzrückgängen. Bedenklich ist, dass mittlerweile auch betriebswirtschaftlich gesunde Betriebe in Mitleidenschaft gezogen werden. Die aktuellen Tourismusprognosen zeigen, dass diese negativen Tendenzen im Laufe des nächsten Jahres durch die düsteren Konjunkturaussichten zusätzlich verstärkt werden.

Kurzfristige Entlastung ist entscheidend
Das in der Herbstsession verabschiedete Massnahmenpaket sendet ein wichtiges Signal an die betroffenen Tourismusunternehmen. Es greift jedoch zu kurz und wirkt, falls überhaupt, erst mittel- und langfristig. Die Hotellerie benötigt jetzt entsprechende Sofortmassnahmen. hotelleriesuisse fordert deshalb die rasche Umsetzung eines zweiten Massnahmenpakets, wie es der Bundesrat Ende August angekündigt hatte. Die angemeldete Unterstützung der Standortförderung ist richtig. Wichtig ist in jedem Fall die kurzfristige Wirkung der eingesetzten Instrumente.

Befristete Aufhebung der Mehrwertsteuerpflicht für Beherbergung
Einen sinnvollen Anknüpfungspunkt bildet die Mehrwertsteuer. Deshalb ist im Massnahmenpaket aufzunehmen, die Mehrwertsteuerpflicht für die Beherbergung um ein Jahr auszusetzen. Mit einer gezielten und begrenzten Mehrwertsteuer-Erleichterung wird der folgenschweren Frankenstärke effektiv und gezielt entgegengewirkt. Der Hebel wird am richtigen Ort angesetzt: Sind doch über 60 Prozent aller Übernachtungen ausländischer Herkunft. Gleichzeitig wird dem Verlust schweizerischer Gäste, die verstärkt im Ausland Ferien machen, wirkungsvoll begegnet.

Insgesamt führt eine solche Entlastung den Hotelbetrieben rasch und zielführend die nötige Liquidität zu und erhöht deren Investitions- und Preisgestaltungsspielraum.

  
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