«Das Wandern in unserer Region ist sehr lässig.» Paul Beutler, Direktor des Hotels Sonne in Wildhaus, unternahm bis vor zwei Jahren kaum Wanderungen, heute packt in praktisch jeden Tag die Lust. Sagenhafte Touren stünden den Gästen zur Verfügung, wie zum Beispiel der Toggenburger Höhenweg, welcher in Wildhaus startet, oder der Toggenburger Sagenweg.
Wildhaus ist Zürich zu nahe
Obwohl die Gegend mit Natur pur auftrumpft, verliere Wildhaus laufend Logiernächte, bedauert Beutler. Ein grosses Problem: Früher war Zürich das grösste Einzugsgebiet. Heute kommen die Zürcher zwar immer noch gerne ins Toggenburg, aber nur noch als Tagestouristen. «Man ist so schnell überall und die Leute sind sich lange Strecken mit dem Auto gewohnt», meint Beutler. Wildhaus sei einfach zu nah bei Zürich. Und neue Kunden anzulocken, das sei halt schwierig.
Genau das versucht man seit einigen Jahren mit der Vermarktung des Toggenburgs als Klangwelt. Der Klangweg am Fusse der Churfirsten «zieht gewaltig», weiss Beutler. Deswegen würden die Logiernächte aber noch lange nicht überdurchschnittlich zunehmen.
Klangwellness soll Gäste anlocken
Im Hotel Säntis in Unterwasser, das neben den Hotels Sonne und Toggenburg in Wildhaus und dem Parkhotel Waldau in Rorschacherberg im Besitz der Familie Beutler ist, habe er selbst auch in Klangwellness investiert. Unter anderem soll eine Musikanlage, welche im Hallenbad Musikgenuss unter Wasser bietet, Besucher anlocken. Erst vor einem Jahr lanciert, sei der Erfolg von diesem Projekt aber noch schwer abzuschätzen.
Auch punkto Wasser habe die Gegend etwas zu bieten, so Beutler. Die Thurwasserfälle in der Gemeinde Unterwasser ziehen Touristen an. Im Schwendisee oberhalb von Wildhaus kann gebadet werden. «Weil sich der Eine oder Andere auch mal ein Blutegel einfängt, getrauen sich viele aber gar nicht erst rein», weiss Beutler. So habe er auch schon Gäste gehabt, welche die Abkühlung kurzerhand im Trinkwasser des Brunnens vor dem Hotel suchten.
Wie ein Weltrekord im Cremeschnitte basteln
Dem Projekt von Ernst Bromeis steht der 64-Jährige eher unaufgeregt gegenüber: Sicher zeige dieser eine gute Leistung, am Ende sehe er das Ganze aber eher als Mediengag. «Ich finde das etwa so wahnsinnig, wie wenn jemand die grösste Cremeschnitte der Welt bastelt», gibt er lachend zu. Fügt aber an: Klar sei es wichtig, die Menschen zu sensibilisieren. Auf intelligente Weise.
Paul Beutler ist im Gastgewerbe aufgewachsen. Es sei einfach nie zur Diskussion gestanden, dass er etwas anderes macht, erklärt er. Seit 35 Jahren leitet Brunner das Hotel Sonne mit seiner Frau Brigitte. «Wir sind ein normales Mittelklassehotel, nichts Verrücktes, wir versuchen, unsere Sache gut zu machen.» Das grosse Glück der Beutlers: Die 30-jährige Tochter Petra wird das Hotel übernehmen. Und bald Roger Federer heiraten. Zwar nicht diesen Roger Federer, aber wer weiss: Mit einer geschickten Marketingstrategie, witzelt Beutler, lassen sich so eventuell «cheibe viel Leute anziehen.»
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
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