«Was unser Hotel vor allem anderen speziell macht, das ist die Gegend.» Thomas Maechler, Direktor des Beau-Rivage in Neuenburg, ist seit sechs Jahren im Betrieb. Als Zürcher habe man es am Anfang nicht einfach, erzählt der 41-Jährige schmunzelnd. Gerade für Familien sei die Stadt aber einfach perfekt, und so lebe er mittlerweile sehr gerne am Neuenburgersee.
Uhren, Absinth und Horrorfilme
Das Besondere an der Region, das sei auf der einen Seite die Uhrenindustrie, welche La-Chaux-de-Fonds und Le Locle im letzten Jahr das Unesco-Welterbe eingebracht hat. Andererseits gilt die Region als Quelle des Absinths, wurde die Wermutspirituose doch ursprünglich im Val-de-Travers als Heilelixier hergestellt.
Erzählt Maechler von den zwei Top-Events in Neuenburg, zeigt sich, wie unterschiedlich die Facetten der ehemaligen Kaiserstadt sind. Das «Fête des Vendanges», welches alljährlich im September stattfindet, sei eines der letzten grossen Weinfeste in der Schweiz, weiss der Hoteldirektor. «Es erinnert stark an die 50er, 60er Jahre, das muss man einfach gesehen haben.»
Ein Festival, «grausam am kommen»
Gerade zu Ende gegangen ist am Sonntag das Festival Nifff, an welchem seit zehn Jahren Horror- und Fantasy-Filme gezeigt werden. «Das Festival zieht eine recht skurrile Kundschaft an», erzählt Maechler, und sei wortwörtlich «grausam am kommen»: Lockten an der ersten Ausgabe 35 Horrorstreifen um die 400 Besucher an, habe sich das Angebot nun auf über 100 Filme ausgeweitet, verfolgt von 43‘000 begeisterten Zuschauern.
Auf der facettenreichen Region ausruhen, kann sich aber auch ein Fünf-Sterne-Haus mit Lage am See nicht. Dank der bescheidenen Grösse von 60 Zimmern habe das Hotel die Möglichkeit, ganz auf die persönlichen Wünsche der einzelnen Gäste einzugehen.
«Nehmen wir das Beispiel eines Geschäftsmannes», erzählt Maechler. Für diesen sei der Aufenthalt in der Stadt ein Muss. Die Aufgabe des Hotels sei es, den Aufenthalt so angenehm zu machen, dass der Herr in den nächsten Ferien mit seiner Familie ins Beau-Rivage zurückkehrt.
Der grösste Swimmingpool der Schweiz
Es komme oft vor, dass vor allem amerikanische Gäste im Hotel vergeblich nach einem Swimmingpool suchen würden. «Sie brauchen nur ihre Augen zu öffnen, wir haben den grössten Swimmingpool der Schweiz», antwortet der Hotelier diesen Gästen dann, und legt ihnen das Schwimmerlebnis im See ans Herzen.
Bademantel schnappen, an den Mini-Strand mit Dusche direkt unter dem Hotel schlendern und in den «Pool» eintauchen. «Für ausländische Gäste ist das unbeschreiblich», so Maechler, doch hier sei das normal. Die Nachbarn begrüssen sich am Morgen nicht auf der Strasse oder im Garten, sondern im See.
Container vor dem Fünf-Sterne-Haus
Thomas Maechler ist am Zürichsee aufgewachsen. «In einer Stadt leben ohne See? Als ‚Züribueb‘ unvorstellbar», sagt er. Er müsse irgendwo etwas Blaues sehen, sonst fühle er sich nicht «heimelig». So findet der 41-Jährige das Projekt von Ernst Bromeis denn auch «hochspannend». So spannend, dass er einen grossen Teil des Parkplatzes vor dem Fünf-Sterne-Haus zur Verfügung stellt, um den Blauen-Wunder-Container darauf abzustellen.
Man habe schon Ideen gehabt, was man Bromeis Spezielles bieten könnte, so Maechler. «Zum Beispiel ihn mit dem Küchenchef zusammen Fisch kochen zu lassen.» Man sei aber zum Schluss gekommen, dass Bromeis während seines Aufenthalts vor allem eines brauche: Zeit um zu ruhen und zu entspannen.
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Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
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Wir begleiten Ernst Bromeis auf seiner Reise durch die Schweiz und berichten im Juli täglich. Zum einen schreiben wir über den Schwimm-Marathon des Churers, zum anderen über Spannendes aus den Regionen oder den Hotels, welche der 42-Jährige besucht.
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