Nein, ein Traum sei es nie gewesen, irgendwann ein Hotel zu führen, erzählt Anne-Marie Minder. Dass sie nun trotzdem seit 32 Jahren das Hôtel du Rhône führt, hat die gelernte Treuhänderin der Liebe zu verdanken. Und heute sagt sie: «Ich habe einen der schönsten Berufe, die es gibt. Eigentlich ist es kein Beruf, es ist eine Berufung.»
Gutes Projekt mit schwierigem Auftrag
Ernst Bromeis und sein Projekt lernte Minder, die Mitglied der Verbandsleitung von hotelleriesuisse ist, an der diesjährigen Delegiertenversammlung in Flims kennen. Leider wisse in der Westschweiz kaum einer etwas vom Projekt des «Wasserbotschafters». Sie selbst finde die Idee aber sehr gut: «Das Wasser wird knapp, vielleicht nicht gerade bei uns in den Bergen, aber es gibt schon Orte in der Schweiz, bei denen die Lage ernster ist», weiss sie.
Dass es Bromeis auch schafft, mit seiner Mammutleistung die Leute für die Problematik zu sensibilisieren, glaubt sie weniger: «Es wäre schön, aber wenn ich dann sehe, wie Gäste teilweise stundenlang unter der Dusche stehen…» Auch der Versuch, es den Gästen zu überlassen, wie oft die Frotteewäsche im Bad gewechselt werden soll, sei gescheitert. Die Wäsche lag immer am Boden.
«Auch ich könnte mehr machen, wir alle könnten das»
Minder ist überzeugt: Bevor ein Umdenken stattfindet, müsste wirklich einmal Wasserknappheit herrschen, damit es jeder am eigenen Leibe erfahren würde. «Auch ich selber mache in dieser Hinsicht sicher nicht genug», gibt sie zu. Sie versuche, ihre Mitarbeitenden bezüglich Wasserverbrauch zu «erziehen», habe zum Teil Duschsparköpfe installiert, eine neue, wassersparsame Waschmaschine gekauft. «Aber ich könnte noch viel mehr machen, wir alle könnten mehr machen.»
Wenn Anne-Marie Minder beginnt, von der Region zu erzählen, kommt sie ins Schwärmen. «Das Zentralwallis ist eine wunderbare Region. Wir haben Seen, wir haben Berge, wunderschöne Weinberge, eine ungewöhnliche Artenvielfalt...», beginnt sie. Direkt neben dem Hotel findet sich das «Château de Valère», in welchem sich die älteste noch spielbare Orgel der Welt befindet. Eindrücklich seien auch die 2000 Kilometer langen Suonen, historische Bewässerungskanäle, welche das Wasser in offenen Gräben von den Gebirgsbächen auf Weiden, in die Weinberge und Obstplantagen bringen.
Auch eine Sonnenstube hat Sorgen
Was ihre Gäste besonders schätzen sei das Klima. «Viele kommen hier her und sagen: Bei ihnen scheint immer die Sonne», erzählt sie. Viele wüssten es nicht, aber hier liege die wahre Sonnenstube der Schweiz. Weil alles wächst, was angepflanzt wird, rede man auch vom «Kalifornien der Schweiz». Kurz gesagt: «Das Wallis ist dort, wo die Menschen Ferien machen, und wir wohnen hier», freut sich Minder.
So schön dies alles klingt, auch im Wallis macht man sich Sorgen wegen dem tiefen Euro. Die Gäste wollen in die Berge, und dieses Erlebnis erhalten sie andernorts viel günstiger. Das mache ihr im Moment etwas Angst, sagt Minder, fügt aber an: «Wir jammern auf hohem Niveau, fast schon wie die Bauern.»
Lieber Erde als Wasser
Die gebürtige Glarnerin sagt, sie habe bei den Wallisern viele Elemente gefunden, welche alle Bergler hätten: Harte, starke Köpfe, Charakter. Es gehe zwar lange, bis man Kontakt finde, wenn man ihn aber einmal geknüpft habe, dann halte er das ganze Leben. Mit Wasser kann sie überhaupt nichts anfangen. Sie könne nur schlecht schwimmen, habe gerne Boden unter den Füssen. Ihr Element, das sei die Erde. Die Berge.
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.






Wir begleiten Ernst Bromeis auf seiner Reise durch die Schweiz und berichten im Juli täglich. Zum einen schreiben wir über den Schwimm-Marathon des Churers, zum anderen über Spannendes aus den Regionen oder den Hotels, welche der 42-Jährige besucht.
Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.