befragung
25.10.2011
Asiaten fühlen sich zu wenig verstanden
(© Alain D. Boillat)
Über 9000 Gäste aus 110 Ländern hat Schweiz Tourismus 2010 befragt, nun liegen die neusten Ergebnisse des «Tourismus Monitor Schweiz» vor.

Die Schweizer Tourismusbranche macht vieles richtig – gleichzeitig gibt es aber Bereiche mit Verbesserungspotenzial. Dieses Fazit zieht Schweiz Tourismus (ST) aus den Ergebnissen des «Tourismus Monitor Schweiz» (TMS).

Punkto Gastfreundlichkeit erhält die Schweiz zwar gute Noten. Asiatische Touristen fühlen sich aber noch zu oft zu wenig verstanden. Hier bestehe Handlungsbedarf, schreibt ST in einer Mitteilung. Da sich die Schweiz über die Erlebnisqualität und nicht über den Preis differenziert, müsse der Schweizer Tourismus das «Gut» bei der Gastfreundlichkeit zu einem «Sehr gut» entwickeln.

Stärkster Grund für Reisen in die Schweiz bleibt die Natur. Das gelte selbst für Städtereisen, schreibt ST weiter. Das urbane Umfeld in der Schweiz besteche durch seine grüne Note und die Nähe zum Wasser und werde mit «Natur» in einem Atemzug genannt. Ausserdem differenziere die Schönheit der Bergwelt die Schweiz.

Auf wenig Verständnis stossen besonders bei Kunden aus Fernmärkten die Ladenöffnungszeiten. Sie werden als fehlende Gästeorientierung gedeutet. Die grösste Schwäche des Ferien- und Reiselandes Schweiz ist und bleibt der Preis: Am wenigsten preissensitiv sind Schweizerinnen und Schweizer, gefolgt von den Gästen aus den Fernmärkten. Von den europäischen Nachbarmärkten lassen sich die Franzosen am wenigsten vom Preisniveau Schweiz beeindrucken.

Der «Tourismus Monitor Schweiz» (TMS) wurde erstmals 2006 erstellt und wird alle drei bis vier Jahre wiederholt. (rom)

Gesamtauswertung des TMS 2010 (auf Englisch)

  
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