Die Schweizer Tourismusbranche macht vieles richtig – gleichzeitig gibt es aber Bereiche mit Verbesserungspotenzial. Dieses Fazit zieht Schweiz Tourismus (ST) aus den Ergebnissen des «Tourismus Monitor Schweiz» (TMS).
Punkto Gastfreundlichkeit erhält die Schweiz zwar gute Noten. Asiatische Touristen fühlen
sich aber noch zu oft zu wenig verstanden. Hier bestehe Handlungsbedarf,
schreibt ST in einer Mitteilung. Da sich die Schweiz über die
Erlebnisqualität und nicht über den Preis differenziert, müsse der
Schweizer Tourismus das «Gut» bei der Gastfreundlichkeit zu einem «Sehr
gut» entwickeln.
Stärkster Grund für Reisen in die Schweiz bleibt die Natur. Das gelte selbst für Städtereisen, schreibt ST weiter. Das urbane Umfeld in der Schweiz besteche durch seine grüne Note und die Nähe zum Wasser und werde mit «Natur» in einem Atemzug genannt. Ausserdem differenziere die Schönheit der Bergwelt die Schweiz.
Auf wenig Verständnis stossen besonders bei Kunden aus Fernmärkten die Ladenöffnungszeiten. Sie werden als fehlende Gästeorientierung gedeutet. Die grösste Schwäche des Ferien- und Reiselandes Schweiz ist und bleibt der Preis: Am wenigsten preissensitiv sind Schweizerinnen und Schweizer, gefolgt von den Gästen aus den Fernmärkten. Von den europäischen Nachbarmärkten lassen sich die Franzosen am wenigsten vom Preisniveau Schweiz beeindrucken.
Der «Tourismus Monitor Schweiz» (TMS) wurde erstmals 2006 erstellt und wird alle drei bis vier Jahre wiederholt. (rom)
Gesamtauswertung des TMS 2010 (auf Englisch)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.




Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.