Aus der Geschichte des Flimser Hotel zitieren wir: «Wo das Hotel steht, befand sich einst ein grosser Felsen mit einer Aussichtsbank. Da sind Mengia Candrian und Daniel Schmidt als Verlobte händchenhaltend gesessen. Dort sollte ihr Hotel stehen. 1902 wurde der Felsen gesprengt und aus ihm der «Schweizerhof» gebaut. Da, wo die Aussichtsbank der Verliebten stand.»
Eine schöne Geschichte, die auch typisch für die Schweizer Hotellerie ist: Hotels als Familienhäuser, als Geschäfte, die Mann und Frau zusammen führten, und Heiraten zwischen Hotelier-Familien, damit das Haus in guten Händen blieb.
In Graubünden finden wir mehr als anderswo enge Verbindungen zwischen den Hoteliers. Ist das Klima der ausschlaggebende Grund? Mussten deshalb die Hoteliers zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen? Scheinbar ist es den Bündnern Hoteliers gelungen, denn Graubünden ist ein wichtiger Hotelkanton, der die Schweizer Tradition lebendig hält. Der Name des Hotels weist sehr stark auf diese Art der Tradition hin: ein Waldhaus kann jedes Hotel sein, das am Walde steht. Aber Schweizerhof kann sich nur ein Hotel nennen, das in der Schweiz steht! Der Name Schweizerhof war und ist ein brand. Die Assoziation zum «Hof» weist auf etwas besseres, würdigeres, königlicheres zu.
Unser Land ist die Wiege der modernen Hotellerie, das beweisen viele überlieferte Dokumente in den Archiven. Nach seinem ersten Besuch in der Schweiz anno 1893 gab Kaiser Franz Josef von Österreich und Ungarn eine Analyse der Schweizer Hotellerie in Auftrag mit der Absicht, in seinem Lande das gleiche «Rezept» anzuwenden. Der «Schweizerhof» war Garantie für eine traditionelle und gleichzeitig moderne Schweizer Hotellerie, hier gekennzeichnet durch die Angabe «neuerbautes Hotel». Es verfügt über einen Lift, also müssen die Damen nicht mehr die Treppen hochsteigen. Eine gedeckte Veranda schützt vor Kälte und Wind und erlaubt es, eine herrliche Aussicht «staubfrei» zu geniessen. Diese Information war wichtig, da es damals - wie auch heute - der Fall war, dass Maurer und Maler noch an Ort und Stelle waren, als die ersten Gäste das Hotel betraten.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.