hotelarchiv
23.09.2009 15:49:38
Hotel Victoria, Beatenberg (BE)
Fotografie um 1900.
Fotografie um 1900. (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
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Die 1877 als bescheidenes Gebäude erstellte Pension Victoria wurde 1891 durch einen «grösseren Bau in Holz» ersetzt, dessen Aussehen durch keine Abbildung bekannt geworden ist. Nach dem Grossbrand von 1894 entstand ein vierstöckiger Massivbau mit Fachwerkfassaden im obersten Geschoss. Vier unterschiedlich vorspringende Quergiebel gliedern die langgestreckte Fassade in verschiedene, ungleich lange Teile.

Der Quergiebel mit dem Hoteleingang wurde gegenüber den anderen grösser ausgeführt; er war ursprünglich als Mitte einer symmetrischen Anlage geplant gewesen. Die längsgerichteten Dächer der Zwischentrakte enthalten je vier Dachlukarnen. Die Dachränder und Balkone sind mit zahlreichen Zierelementen im Schweizer Holzstil versehen. Dem Erdgeschoss ist eine grosse Veranda vorgelagert, die dem ersten Geschoss als Terrasse dient.

1929 wird das «Grand Hotel Victoria» an eine deutsche Ferienorganisation verkauft und in Schweizerhof umbenannt. Seit 1948 gehört das Haus der Bibelschule und wird unter dem Namen «Bibelheim Beatenberg» als Gastbetrieb geführt.

Weitere Literatur zu den Hotels am Thunersee:

FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 110-133.

FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Die Bauten der Fremdenindustrie. In: Riviera am Thunersee im 19. Jahrhundert. Herausgegeben von Georg Germann und der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 2002, S. 177-192.

 

 

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