Auf diesem Stich sind Schweizer Traditionen auf mehreren Ebenen präsent: Das typisch bemalte Engadiner Haus wird als bürgerliches Haus bezeichnet. Architektonisch gut ersichtlich ist, dass der Erstbau mindestens zweimal erweitert worden ist. Dass die Post ihren Sitz in diesem Haus hat, ist kein Zufall. Postbüros waren von Anfang an mit den Gasthöfen eng verbunden, umso mehr, wenn der Gasthof auf dem Postkutschen-Netz lag. Die Stallungen auf dem Stich weisen in diesem konkreten Fall auf den Postkutschenverkehr hin. An der grossen Holztür scheint ein Hafersack zu hängen, Futter für die Postpferde.
Die Gäste der Pension essen, wie es in einem Gasthof üblich ist, alle zusammen an einem Tisch, oder sie werden im Restaurant à la carte bedient. Bemerkenswert ist die moderne Infrastruktur: Telegraphen Büro, elektrische Beleuchtung und Telefon – und alles in der Nähe der Tramstation. Und damit allen Betrachtern dieses Stiches klar ist, dass die Pension Veraguth wirklich zentral liegt, hält die Postkutsche genau vor dem Haus. Es handelt sich um eine echte Schweizer Diligence genannt Berline, auf dem Bild mit Coupé, die neun bis fünfzehn Reisende samt Gepäck transportieren kann.
Reisen in der Kutsche war damals ein Abenteuer. Im Regen, im Schneesturm und in der Hitze des Sommers galt es, so schnell wie möglich von einem Ort zum anderen zu eilen, um die Post zu transportieren. Das Bild des Malers Oskar Kohler zeigt uns eindrücklich, wie ein Pferdefuhrwerk in einer Staubwolke die Gotthardstrasse herunter rast. Der Reisende musste sich der Fahrt anpassen, manchmal aussteigen und neben dem Wagen einige Meter zu Fuss gehen. Im Coupé unter offenem Himmel wurde er hin- und hergeworfen und war froh, wenn in unmittelbarer Nähe der Haltestelle ein gut bürgerlicher Gasthof auf ihn wartete. Dort konnte er sich von Staub und Schweiss befreien und sich in ein weiches Bett legen, um seinen wunden Hintern zu heilen. In Amsteg auf der Gotthardstrasse liegt das Hotel Stern und Post, wo sogar noch der Apothekerkasten des Postillon für die Pferde sichtbar ist!
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.