Am 4. Juni 1889 fand die feierliche Eröffnung der steilsten Zahnradbahn der Welt von Alpnachstad am Vierwaldstättersee nach Pilatus-Kulm statt. Ein gutes Jahr später, im Sommer 1890, war bei der Endstation dieser viel bestaunten Bergbahn auch ein neuer grosser Hotelbau vollendet. Gemäss der Schweizerischen Bauzeitung lud die Bahngesellschaft am 24. Juli zu einem grossen Fest bei ihrer Bergstation ein. Das Hotel musste dem Berg «durch Wegsprengen eines Theiles des Felsmassivs und durch Anschütten einer Terrasse» gewissermassen abgezwungen werden. Weiter berichtet die Zeitschrift: «Der Bau befindet sich an geschützter Lage; er hat fünf Geschosse, welche durch eine breite Treppe aus Osogna-Granit mit einander verbunden sind.»
Osogna-Granit aus dem Tessin war seit der Eröffnung der Gotthardbahn 1882 in der Innerschweiz ein beliebtes Baumaterial geworden. Das Haus war mit einer Niederdruck-Dampfheizung ausgestattet, elektrisch beleuchtet und «mit frischem Quellwasser versehen, das von der 700 m tiefer liegenden Aemsigen-Alp durch ein besonderes Pumpwerk hinauf befördert wird.» Verantwortlicher Architekt dieses fortschrittlichen Baus war der Luzerner Paul Segesser, ein Absolvent des Polytechnikums in Zürich, der bereits 1874/75 das prächtige Hotel Rigi-First erbaut hatte. 1905-07 erhielt das Hotel auf der Westseite einen grosszügigen Anbau, in der Nachkriegszeit wurde das Haus 1949 im damaligen Zeitgeist tief greifend umgebaut.
1989/90 wurden die Gästezimmer erneuert sowie die Fassaden des Westtrakts von 1907. In den nächsten zwei Jahren wird nun das Kulm-Hotel in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege fachgerecht erneuert. Dabei sollen die ursprünglichen räumlichen Abfolgen wieder erlebbar gemacht werden, welche der tief greifende Umbau 1949 mit sich gebracht hat, und der Eingang sowie die Hotelhalle werden wieder an ihren ursprünglichen Ort in den Mittelrisalit verlegt.
Weitere Literatur zu den Hotels am Vierwaldstättersee:
Flückiger-Seiler Roland. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 134-152.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.


Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.