hotelarchiv
21.07.2010
Hotel Gurten, Köniz (BE)
Gurten Kulm mit Bahn, Ansichtskarte farbig um 1901.
Gurten Kulm mit Bahn, Ansichtskarte farbig um 1901. (© Hotelarchiv Schweiz/Sammlung Roland Flückiger-Seiler, Bern)

Nachdem die Drahtseilbahn den Berner Hausberg bereits seit 1899 erschloss, konnte das Hotel auf dem Gurten am 31. März 1901 mit einem grossen Einweihungsfest in Betrieb genommen werden. Die Pläne für diesen schlossartigen Hotelbau der Jahrhundertwende stammten vom Architekten Albert Gerster, der unter anderem auch die städtische Reitschule in Bern erstellt hatte und den Wiederaufbau des Grand Hotel Gurnigelbad plante, das kurz nach der Eröffnung des Gurten-Hotels abgebrannt war.

Die Erweiterung des Gebäudes 1906/07 bedeutete zugleich eine Beeinträchtigung der ursprünglichen Erscheinungsweise. Der einst markante Nordturm ging in der Baumasse der dreizehnachsigen Erweiterung beinahe unter. Mit der zweiten Erweiterung von 1937 wurden der Fassadendekor reduziert und die Dachaufbauten entfernt. Nach langen Jahren der Leerstands in den 1980er Jahren übernahm die Migros unter Federführung der Stadt Bern die Anlage und baute sie zu einem neuen Gastronomiezentrum um. Dabei erhielt das ehemalige Hotelgebäude auf der Rückseite einen modernen Anbau.

Der «neue» Gurten konnte im November 1999 eröffnet werden.



Quelle: Hotelarchiv Schweiz, Sammlung Roland Flückiger-Seiler, Bern

  
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