Die Heilquelle beim späteren Hotel Gurnigelbad ist bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Sie gehörte zu den unzähligen heilenden Wassern, die in den Schweizer Alpen und Voralpen seit dem Mittelalter von einer zahlreichen nach Heilung und Vergnügen dürstenden Kundschaft aufgesucht wurden. 1591 entstand bei der Schwefelquelle ein erstes kleines Badehaus, das sich bis ins 18. Jahrhundert zu einem einfachen Kurhaus entwickelte. Die grosse Einsamkeit war vielen Gästen ein Pluspunkt, andern allerdings auch ein Nachteil: So beklagte sich Jeremias Gotthelf anlässlich einer Kur 1853 über «ein Stück Langerweile am Halse» während seines Aufenthalts im Gurnigelbad.
Der eigentliche Aufschwung zum mondänen Treffpunkt der Gesellschaft begann 1864 mit dem Kauf durch die berühmte Hotelierfamilie Hauser aus Luzern. Sie verwandelte das einfache Kurbad in ein schliesslich europaweit bekanntes Zentrum mit mehreren Gebäuden. 1869 konnte der damals noch junge Hotelarchitekt Robert Roller aus Burgdorf ein neues «Centralgebäude» erstellen. Mit über 500 Betten galt das Gurnigelbad um 1900 als grösstes Hotel der Schweiz. Den Tannenwald rund um den Gebäudekomlpex verwandelten die initiativen Eigentümer in einen grossartigen Naturpark, so dass ein begeisterter Kurgast 1900 bemerkte, dass «die Wälder von Gurnigel noch schöner [seien] als selbst die von Baden-Baden und Marienbad.»
In der Nacht vom 1. Mai 1902 fand die ganze Hotelherrlichkeit in einem Grossbrand vorerst ihr Ende. Wie ein Phönix aus der Asche entstand aber in knapp drei Jahren Bauzeit ein komplett neuer Hotelgigant nach Plänen des Berner Architekten Albert Gerster, in Zusammenarbeit mit den Berufskollegen Paul Lindt und Max Hofmann. Der 240 Meter lange Hotelkomplex bot seinen Gästen alle Annehmlichkeiten der damaligen Hotelbaukunst, wie mehrere grosse Säle, alle nur erdenklichen Privatsalons oder drei Personenaufzüge und eine Zentralheizung nach dem neusten Stand der Technik.
Nach erfolgreichen Jahren bis zum Ersten Weltkrieg brachten die Kriegsjahre einen schweren Einbruch für den Hotelgiganten. In der Zwischenkriegszeit wurde die abgeschiedene Verkehrslage eher zum Nachteil, viele ehemalige Stammgäste blieben nun aus. Der zweite Weltkrieg brach das Genick des einst erfolgreichen Betriebs endgültig. In den Kriegsjahren entschlossen sich die damaligen Besitzer zur Liquidation. Nach einem vorübergehenden Obdach für Flüchtlingsfamilien hatten die Gebäude ausgedient, 1946 wurde die einst stolze Hotelanlage abgebrochen. Übrig geblieben ist nur das ehemalige Gasthaus Ochsen, das heutige Hotel-Restaurant Gurnigelbad.
Wettbewerb: 14 von 18 Teilnehmenden haben das Hotel Gurnigelbad erkannt. Als Gewinnerin wurde Simon Aellig-Bumann aus Münster VS ausgelost. Wir gratulieren!
Dauerausstellung zur Geschichte des Gurnigelbades im Foyer des heutigen Restaurant-Hotel Gurnigelbad
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.

Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.