hotelarchiv
27.01.2011
Hotel Falken, Wengen (BE)
(© zvg/Museum für Kommunikation, Bern)

Die Geschichte des Hotel Falken begann kurz nach der Eröffnung der Wengernalpbahn 1893. Johann von Allmen, «Wirth zur Weinhalle in Lauterbrunnen», eröffnete auf die Sommersaison 1895 sein neues Hotel Falken in Bahnhofsnähe. Im Gegensatz zu den meisten Hotels in Wengen besitzt das Hotel Falken ein elegantes Mansartdach. Gute Geschäftserfolge ermutigten den initiativen Hotelier zum Ausbau, so dass im Sommer 1903 die mit zahlreichen Zierformen im Schweizer Holzstil ausgestattete Dependance «Chalet Gentiana» die ersten Gäste beherbergen kann. 1908 erhielt auch der Falken eine bauliche Erweiterung gegen Osten mit einem grossen Speisesaal im Erdgeschoss und einem vierten Stockwerk sowie einer neuen Dachgestaltung. Das Hauptgebäude erhielt nun, in Analogie zur Dependance von 1903, eine Fassadenverkleidung mit Holzschindeln sowie ein Satteldach mit Quergiebeln und Zierformen im Schweizer Holzstil.

1909 gehörte der Falken zu den Pionierbetrieben der erstmals durchgeführten Wintersaison. Fehlende Investitionsfreudigkeit in der Zwischenkriegszeit und danach ist aus heutiger Sicht ein Glücksfall. Das noch weitgehend in einem wertvollen historischen Zustand erhaltene Haus konnte 2007 Mitglied der Swiss Historic Hotels werden. In der Mehrzahl der Gästezimmer finden sich noch die historischen Lavabos von 1930 sowie Mobiliar aus den ersten Jahrzehnten des Hauses. Zusammen mit den wieder angebrachten Tapeten verleihen sie dem Haus einen nur noch selten anzutreffenden Charme eines historischen Berghotels.

  
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