In diesem Stich gibt der Name Edelweiss den Ton an. Diese Blume ist nicht nur sonderbar in ihrem Erscheinen, sondern auch sehr kostbar. Der Name des Hotels spielte einst grosse Rolle. Er sollte bemerkenswert sein, Zeugnis ablegen und den Gast zum Kommen und Verweilen einladen. Das Edelweiss ist nicht eine gewöhnliche, unscheinbare Alpenblume, wie wir heute meinen könnten: Es ist eine zarte Blume, die nur an äusserst seltenen Orten zu finden war.
Man musste hoch hinauf und mutig sein, wollte man die Blume entdecken und die Chance haben, eine zu pflücken, ohne in den Bergen abzustürzen. Die Blume steht für Naturverbundenheit, im Stich ersichtlich durch die sonnige, windstille Lage des Hotels, dessen Nähe zum Wald, dessen freie Aussicht – alles Elemente des Oberengadins, wo es anfangs schwer war, die Touristen auch im Winter anzuziehen.
Auch der dekorierte Rahmen des Bildes weist auf die Natur hin. Die stilisierten Blumen konnte man in den Kacheln der Böden in den Hotelgängen bewundern. Sie waren rot, grün, blau und gelb. Die Muster waren vierteilig, sodass man sie unterschiedlich zusammenwürfeln konnte, um einen Korridor oder das Entree zu gestalten. Diese Kacheln waren strapazierfähig und konnten problemlos mit schweren Bergschuhen betreten werden.
Die besten Bodenkacheln wurden von Villeroy und Boch fabriziert. Um 1852 entdeckte man in Mettlach an der Saar, zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg, eine römische Villa, deren Restaurierung dem Keramikfabrikanten Eugen von Boch anvertraut wurde. Er und seine Techniker nutzten die Gelegenheit, um an neuen Fabrikationsprozessen für Bodenkacheln zu experimentieren. Das Geschäft lief so gut, dass 1866 eine Mosaikfabrik entstand und 1879 Villeroy und Boch eine zweite Fabrik in Merzig aufkaufen konnten. So wurde die Firma noch Ende des 19. Jahrhunderts die erste Bodenkachelnherstellerin der Welt. Die meisten Schweizer Hotels, die zwischen 1870 und 1914 erbaut worden sind, hatten einen oder sogar mehrere Keramikböden der Firma Villeroy und Boch, die heute in erster Linie für ihr Geschirr bekannt ist.
Bemerkenswert ist die Qualität der Kacheln, die sogar einen Umzug und eine Neunutzung aushalten: So finden wir die Kacheln, die die Veranda des 1875 gebauten Hotel National in Montreux zierten, heute in der Konsum Bar des Hotel Krafft in Basel. Noch ein Detail im Bild: Der Prospekt betont, dass das Hotel sorgsam bedient und die Führer zuverlässig sind. Im Vordergrund grüsst ein Herr mit gezücktem Hut ein spazierendes Paar. Höflichkeit gehörte offenbar zum Markenzeichen des Hotel Edelweiss, so zart wie die Blume...
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.