hotelarchiv
05.05.2011
Hotel du Glacier, Bignasco (TI)
(© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
Hotelarchiv

Die Dependance ist ein Bau im Schloss-Stil und entspricht der Mode der 1880er Jahre. Ein Spielsaal mit Billard, vielleicht sogar ein Roulette konnten in dem modernen, kursaal-artigen Bau Platz finden. Damit man sieht, wie man in dem verlorenen Tal seine Zeit verbringt, wenn es regnet.

Und so steht es auch im Text: Heizung und fliessend Wasser erkennt man am Rauch des Kamins und am Springbrunnen im Garten. Aha: der Bahnhof ist nicht gerade vor der Tür... also steht ein Portier zur Verfügung. Café Restaurant heisst, man kann andere Gäste einladen, auch wenn sie nicht im Hotel zu Gast sind. In diesem Hotel findet man noch Wanderer, deshalb die Angabe der sechs Stunden von Airolo aus.

Heizung aus dem Korb? Es sind Kamine im Zimmer und jeder Gast heizt, wie er es sich gerade leisten kann. Badewannen sind scheinbar vorhanden, vermutlich Etagenbad und noch keine eigene Badezimmer. Der Privatsalon lässt erkennen, dass Gäste mehrere Woche mit Kind und Kegel im Hotel bleiben können. Die Mahlzeiten werden am «Table d’hôte» eingenommen, das heisst, alle Gäste an einem langen Tisch, platziert durch den allmächtigen Maître d’Hôtel nach Rang und Klang (des Trinkgeldes...).

Man ist kinderfreundlich, ein Kids Hotel der ersten Stunde, und man darf seine eigene Magd oder seinen Butler mitbringen, was das Hotelpersonal entlastet und dem Hotelier dadurch mehr einbringt als kostet... Und die erwähnten Bachforellen sorgen für das Spezielle auf dem Tisch.

 

  
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