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17.03.2011
Hotel Chesa Grischuna, Klosters (GR)
(© zvg/Hotel Chesa Grischuna, Klosters)
zvg/Hotel Chesa Grischuna

Hans Guler eröffnete das Hotel Chesa Grischuna in Klosters im Jahr 1938. Mit dem Bau des Hauses hatte er den damals sehr bekannten Zürcher Architekten Hermann Schneider beauftragt, der auch die Chesa Veglia in St. Moritz gestaltete.

Eine Besonderheit der Chesa Grischuna bildet die fast restlose Verwendung von einheimischer Handarbeit. Nebst allen Holzarbeiten wurden etwa auch die Beschläge an Türen und Fernstern von einheimischen Schmieden und Schlossern herstellt. Der Architekt entwarf ebenfalls die Stoffe für Vorhänge, Tischwäsche und sogar das Geschirr. Hier wurde handwerkliche Tradition wunderbar mit schöpferischer Gegenwartskunst bis ins letzte Detail verknüpft.

Während des zweiten Weltkrieges gehörte die Chesa Grischuna zu den bevorzugten Hotels der GI`s. Nach dem Krieg kehrten viele wieder für einen Ferienaufenthalt zurück. Schriftsteller und bekannte Persönlichkeiten aus der Filmbranche reisten zu dieser Zeit ebenfalls nach Klosters in die Chesa Grischuna. So wurde das Hotel bald liebevoll «Klein Hollywood» genannt.

Im Gästebuch verewigten sich viele bekannte Namen: Die Königin von Holland, Bundesräte, General Guisan, amerikanische und europäische Filmgrössen, Schriftsteller, Unternehmer aus der Industrie- und Bankenwelt.
Hans Guler, der 1991 verstarb, stammte aus einer Bergführerfamilie. Nach seinem Tode führte seine Frau Doris das Hotel weiter. Heute wird das Haus von Tochter Barbara Rios Guler zusammen mit ihrer Geschäftsführerin Marianne Hunziker geführt.

 

  
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