Das Hotel Chantarella in St. Moritz wurde 1912 als Erholungs- und diätetische Höhen-Kuranstalt eröffnet und gleichzeitig durch eine Drahtseilbahn mit dem Dorf verbunden. Die ursprüngliche Funktion als hochalpine Kuranstalt drückt sich in der abgeschiedenen Höhenlage oberhalb des Dorfes sowie in der Ausrichtung des Gebäudes zu Licht und Sonne deutlich aus. Das Haus entstand nach Plänen des im Hotelbau bekannten Luzerner Architekten Emil Vogt: Dieser verstand es, die Fassaden trotz einer eher alpin-kargen Gestaltung mit zahlreichen Gestaltungselementen aus der traditionellen Architektur des Engadins, wie Erker, Sgraffito und Trichterfenster, anzureichern. Mit dem Umbau zum Hotel um 1920 kam auf der Westseite ein zusätzlicher Flügelbau von Architekt Vogt hinzu; der 1928 geplante Ostflügel des einheimischen Architekten Valentin Koch hingegen wurde nicht mehr realisiert.
Nach langen Jahren des Leerstands und etlichen vergeblichen Rettungsversuchen stand das inzwischen völlig heruntergekommene Haus einem Zonenplan für schicke Villen in dessen Nähe im Weg. Im Hinblick auf die geplante Ski-WM 2002 wurden die Überreste des einst stolzen Hotelbaus beseitigt und damit eine gute Gelegenheit verspielt, in bester Aussichtslage ein historisches Hotel zu erhalten.
Zum Hotel Chantarella siehe:
RUCKI ISABELLE. Das Hotel in den Alpen - Die Geschichte der Oberengadiner Hotelarchitektur von 1860 bis 1914. Zürich 1989. Seite 189.
Weitere Literatur zu den Hotels im Oberengadin:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 172-188.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.





Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.