Entscheidende Impulse erhielt die touristische Entwicklung des Bündnerlandes durch das im 19. Jahrhundert vollständig neu angelegte Strassennetz. Aus den mittelalterlichen Wegverbindungen entstanden unmittelbar nach dem Wiener Kongress die ersten sogenannten Kommerzialstrassen, die primär der besseren Versorgung des Kantons dienen sollten, die aber bald auch im touristischen Geschehen eine zentrale Rolle einnahmen. 1821 konnten Pferdegespanne und Wagen die neu erstellte Untere Strasse über den San Bernardino erstmals befahren, 1822 wurde die Splügenstrasse eröffnet. 1820-1826 entstand die Strasse über den Julierpass und 1827-1828 die neue Engadinerstrasse von Silvaplana über den Malojapass nach Casaccia. Damit hatte der vorher nur schlecht erschlossene Bergkanton ein Netz von Kutschenstrassen erhalten, das in der alpinen Nachbarschaft seinesgleichen suchte.
An der San Bernardinoroute entwickelten sich in den 1860er-Jahren die Verkehrsknotenpunkte Thusis und San Bernardino. Im Dorf am südlichen Fuss des gleichnamigen Passübergangs entstanden die ersten Gasthäuser, gefördert durch ein frühes Badezentrum, bereits in den 1860er-Jahren. Die ersten Hotels, die im Zusammenhang mit der Anlage der neuen Strasse erbaut wurden, hiessen Brocco und Ravizza. Später kamen die Hotels Minghetti, Helvetia und Bellevue im Dorfzentrum sowie das grosse Victoria an der Strasse Richtung Mesocco hinzu. Das bedeutendste Hotel im Dorfzentrum blieb das Brocco & Poste, bei dem auch die Postkutschen und später die Postautos Halt machten.
Weitere Literatur zum Hotelbau in Graubünden: FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 172-188.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.