Im Unterengadin spielte, wie auch im Oberengadin, der Bädertourismus eine entscheidende Rolle für die Entstehung eines regionalen Tourismuszentrums mit den Orten Scuol, Tarasp und Vulpera. 1861 wurde die Tarasp-Schulser-Aktiengesellschaft gegründet, die ein erstes grosses Kurhaus bei den Heilquellen erstellte.
Im Dorf Scuol entstanden die wichtigsten touristischen Bauten nach der Eröffnung der neuen Talstrasse im Jahr 1862. Als eine der ersten Pensionen empfing das Belvedere seine Gäste gleichzeitig mit der Eröffnung der Strasse. Die Entwicklung zum eigentlichen Fremdenzentrum begann kurz danach mit der Eröffnung der im Baedeker erwähnten Hotel Könz (1864) oberhalb der Poststrasse, den Hotel-Pensionen Aporta und Bon-Port oder dem Schwarzen Adler. 1872 entstand oberhalb der Talstrasse im Dorfzentrum das Hotel Quellenhof, 1876 wurde das Neue Belvedere eröffnet, ein plastisch gestalteter Monumentalbau mit turmartigem Vorbau in freier Hanglage. 1903/04 erbaute der Davoser Architekt Gaudenz Issler am westlichen Dorfeingang den Engadinerhof, der 1909 vom gleichen Architekten vergrössert wurde. Damit war die Entwicklung des Hotelbaus in Scuol in den grossen Linien abgeschlossen. Die 1913 eröffnete elektrische Eisenbahnlinie von Bever nach Scuol vermochte die touristische Entwicklung kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht mehr entscheidend zu fördern.
Das Hotel Belvedere wurde nach schwierigen Zeiten im späten 19. Jahrhundert von einer initiativen Hotelierfamilie im Jahr 2000 zu neuem Leben erweckt. Heute ist das Haus eines der wenigen in Scuol noch erhaltenen und betriebenen Hotelbauten aus dem späten 19. Jahrhundert.
Weitere Literatur zu den Hotels im Unterengadin:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 189-191.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.



Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.