1873 entschloss sich Hans Bernhard, an bester Lage in Davos Wiesen ein Hotel zu bauen, das eines Kurorts würdig war «mit heizbaren Zimmern, Damensalon mit Clavier, Hydranten-Closets sowie Kuh- und Ziegenmilch zu jeder Tageszeit». Bernhard geriet jedoch beim Bau in finanzielle Schwierigkeiten, übergab das Haus seinem Schwager und wanderte nach Amerika aus. Kein vielversprechender Start für ein künftiges Traditionshaus.
Erst mit dem erneuten Wechsel zu Tobias Branger erhielt das Bellevue seinen guten Ruf. Das Gästebuch verzeichnete bald Besucher aus der ganzen Schweiz, Europa und Amerika. Besonders englischen und schottischen Kurgästen hatte es das milde Kurklima angetan. Und sogar Friedrich Nietzsche verbrachte 1879 auf der Suche nach Ruhe und Erholung einige Wochen in Davos Wiesen.
Viele Geschichten hätte das Traditionshaus zu erzählen: von Boomzeiten und schillernden Persönlichkeiten aber auch Bränden und wirtschaftlichen Krisen. Vom Verkauf 1956 an die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Dielsdorf. Und von der Umnutzung als Ferienheim und Kurkolonie für Kinder sowie dem erneuten Aufstieg in den sechziger Jahren zum Familienhotel.2010 beginnt ein neues Kapitel für das Hotel-Restaurant Bellevue Davos Wiesen ñ sanft saniert führen die zwei jungen Gastgeber Lisa Rudolf und Francesco Cunsolo das Traditionshaus mit frischer Leidenschaft für die Gastfreundschaft in die Zukunft.
Weitere Literatur: Felix Thommen: 1873-1998. 125 Jahre Hotel Bellevue, Wiesen GR. Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Dielsdorf. Regensberg 1998.
Wettbewerb: Sieben Personen haben am Wettbewerb teilgenommen, fünf lagen mit ihrer Antwort richtig. Gewonnen hat Walter Weber aus Chur, er hat eine Flasche Chardonnay du Valais erhalten.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.






Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.