Noch vor wenigen Jahren mied der Gast die Bahnhof-Hotels, weil sie lärmig, schmutzig und unwirtlich waren. Heutzutage bauen mehrere Städte ruhige und preiswerte Qualitätshotels an öffentlichen Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen oder in unmittelbarer Nähe zu den Flughäfen, dort, wo einst der «Kerosienduft» die Gäste in die Flucht trieb.
Das Bahnhof-Hotel in Pfäffikon gehört zu denjenigen Hotels, die absichtlich an der Bahn gebaut worden sind. Im Jahre 1865 bildete sich in Pfäffikon ein Bahnkomitee, zusammengestellt von Kantonsrat, Stadthalter, Gerichtspräsident und Gerichtsschreiber. Die Einführung der Bahn war unumstritten; worum aber gekämpft wurde waren die Verbindungen. Die einen bevorzugten gute Verbindungen nach Zürich, die anderen nach Winterthur. 1871 wurde die Konzession für den Bau der Bahnstrecke erteilt, an welcher sich beide Städte beteiligten. 1873 folgte die Gründung der Aktiengesellschaft und 1876 die Anbindung von Pfäffikon an die Linie Effretikon-Hinwil. Die Linie rentierte jedoch nicht und das Defizit wurde zunehmend höher.
Der Stich erwähnt eine Ausstellung und macht Werbung für günstige Mittagessen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die Landesausstellung, die 1883 in Zürich stattfand. Mit 1.7 Millionen Besuchern war sie ein erfolgreiches Grossereignis dieser Zeit. Sie war vorwiegend dem Schulwesen gewidmet und präsentierte u.a. die erste grosse Landeskarte. Es versteht sich von selbst, dass dieses Ereignis für das Hotel Bahnhof von grossem Interesse war und es deshalb eng mit der Bahn zusammenarbeitete, um Gäste nach und ab Pfäffikon transportieren zu können.
Nebenbei bemerkt entwickelten sich in der Schweiz der 1880er Jahren die Hochschulen. Plötzlich wurde es den Verantwortlichen bewusst, dass viele fremde Gäste während ihres Aufenthaltes in der Schweiz ihre Kinder gerne an Schweizer Schulen schicken würden. Daraus entstanden die Privatschulen, die eng mit dem Hotelwesen verbunden sind.
Noch ein kleines Detail zum Schluss: Die erste interurbane Telefonverbindung zwischen Zürich und Winterthur wurde pünktlich zur Landesausstellung 1883 eingerichtet. Der Hotelier vom Hotel Bahnhof in Pfäffikon war also sofort «auf Draht»!
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.