hotelarchiv
05.08.2010 15:02:52
Hotel Bad Stachelberg, Linthal (GL)
Bad Stachelberg nach der Erweiterung von 1901.
Bad Stachelberg nach der Erweiterung von 1901. (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)

Die Schwefelquelle bei Linthal im Glarnerland wird in der Glarner Chronik von J. Tschudi von 1714 erstmals genannt. 1779 entstand auf Initiative des lokalen Arztes Dr. Johann Marti eine erste Fassung der Quelle: Das Schwefelwasser wurde durch hölzerne Teuchel (Wasserleitung) in einen Kuhstall mit fünf Badewannen geleitet. Die ersten Kurgäste trafen ein.

Im Jahre 1830 entstand eine «geräumige Badeanstalt», das so genannte Stachelbergbad mit 24 Gästezimmern und einem geräumigen Speisesaal sowie Billardzimmer. In den folgenden Reiseführern wurde diese Anlage gelobt, was zu einem grossen Besucherandrang führte. 1860 wurde bereits das zweite Gebäude eröffnet, doch auch dieses hielt dem Andrang nicht stand.

So kamen in den 1880er Jahren wiederum neue Bauten hinzu: ein neuer grosser Speisesaal und die Dependance (Villa Secken) auf der anderen Seite der Linth. Mit einem «Neubau in schönster, freier Lage», der 1902 dem Betrieb übergeben wurde, hat der Ausbau beim Bad Stachelbelg seinen Abschluss gefunden. Nach den Einbussen während des Ersten Weltkrieges konnte sich der Badebetrieb nicht mehr erholen und die Gebäude wurden mehrheitlich abgebrochen. Erhalten geblieben ist das erste Kurhausgebäude von 1830 sowie die Villa Secken, die beide als Wohnhaus genutzt werden. Zur zeit sind im Glarnerland Bestrebungen im Gange, das Stachelbergbad zu neuem Leben zu erwecken.

Mehr Infos: www.stachelbergbad.ch

  
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Ansichtskarte Bad Stachelberg 1887. <nobr>   (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)</nobr>
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