hotelarchiv
12.08.2010
Hotel Albrici, Poschiavo (GR)
Fotografie des Hotels Albrici in Poschiavo, o. J.
Fotografie des Hotels Albrici in Poschiavo, o. J. (© zvg/Hotel Albrici, Familie Zanolari, Poschiavo)

1682 errichtete der Bürgermeister Bernardo Massella am Dorfplatz von Poschiavo ein dreistöckiges Wohngebäude. 1848 kam das stattliche Wohnhaus in den Besitz des Bürgermeisters Pietro Albrici, der es zu einem Gasthaus umbaute. Zusammen mit der benachbarten katholischen Kirche ist der Palazzo Albrici heute eines der bedeutendsten Häuser an der «Piazza da Cumün» in dem seit der Neugestaltung nach den Überschwemmungen 1987 autofreien Dorfzentrum von Poschiavo.
Im Innern findet des Gast zahlreiche bauliche Kostbarkeiten, wie sie kaum ein anderes Gasthaus in der Region aufweist: Jahrhunderte alte Böden und Treppen aus einheimischen Steinplatten, Tonnengewölbte Korridore mit allegorischen Deckenmedaillons sowie ein Kamin aus der Bauzeit oder Stuben mit wertvollen Böden aus Holzbohlen und Wänden mit barockem Täfer. Beeindruckend sind zudem die historische Möblierung und die zahlreichen Portraits im ganzen Haus. Höhepunkt bildet der so genannte Sibyllensaal in der ersten Etage mit Brüstungstäfer und Felderdecke, gerahmter Türe mit Allianzwappen sowie zwölf Gemälden mit Sibyllendarstellungen aus dem 17. Jahrhundert.

Weitere Literatur zum Hotelbau in Graubünden:

FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 172-188.

  
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Ansichtskarte des Hotels Albrici in Poschiavo, o. J. <nobr>   (© zvg/Hotel Albrici, Familie Zanolari, Poschiavo)</nobr>
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