Das Hôtel Durand in Zinal (VS) entstand 1865-67 als erstes stattliches Gasthaus am Ort zuhinterst im Val d’Anniviers. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude mehrmals erweitert. 1894 kam gleich nebenan, auf Initiative eines Hoteliers aus Vissoie, das neue Hôtel Diablons hinzu. In dieser intensiven Zeit des alpinen Hotelbaus konnte sich Zinal als bedeutender Tourismusort im Alpenraum etablieren. Zusammen mit weiteren kleineren Gasthäusern bildeten die beiden Grosshotels am Ort ein Zentrum für die Besteigung der zahlreichen Drei- und Viertausender in der Gegend. Um die Jahrhundertwende bemühten sich wagemutige Promotoren sogar um die Konzession für eine Bahnlinie von Sitten durchs Val d’Anniviers nach Zermatt. Zinal wäre dabei am Westportal eines langen Tunnels ins Matterhorndorf gestanden.
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg kämpften die Betriebe in Zinal aber ums Überleben, so dass sie sich zur «Société des Hôtels de Zinal» zusammenschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Hotelbetrieb vorübergehend wieder in Schwung, aber stets auf beschränktem Niveau. Seit 1963 gehören alle Grosshotels in Zinal zur «Société d’Expansion Touristique», welche die Häuser pauschal weiter vermietete, vorerst an den «Club Méditerranée», seit 1997 an die belgische Unternehmung Intersoc. Die beiden Häuser sind dadurch seit längerer Zeit für den Individualgast nicht mehr zugänglich.
Weitere Literatur zu den alpinen Hotels im Wallis:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 152-172.
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Alpine Hotels zwischen Rhonequelle und Furkapass. [Schriften des Stockalperarchivs in Brig, Heft 44] Brig 2008.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.





Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.