hotelarchiv
06.05.2010 14:43:10
Hôtel Durand & Hôtel Diablons, Zinal (VS)
Ansichtskarte von Zinal Grand Hôtel des Diablons ca. 1910.
Ansichtskarte von Zinal Grand Hôtel des Diablons ca. 1910. (© Sammlung Club Grand Hôtel & Palace, Basel)

Das Hôtel Durand in Zinal (VS) entstand 1865-67 als erstes stattliches Gasthaus am Ort zuhinterst im Val d’Anniviers. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude mehrmals erweitert. 1894 kam gleich nebenan, auf Initiative eines Hoteliers aus Vissoie, das neue Hôtel Diablons hinzu. In dieser intensiven Zeit des alpinen Hotelbaus konnte sich Zinal als bedeutender Tourismusort im Alpenraum etablieren. Zusammen mit weiteren kleineren Gasthäusern bildeten die beiden Grosshotels am Ort ein Zentrum für die Besteigung der zahlreichen Drei- und Viertausender in der Gegend. Um die Jahrhundertwende bemühten sich wagemutige Promotoren sogar um die Konzession für eine Bahnlinie von Sitten durchs Val d’Anniviers nach Zermatt. Zinal wäre dabei am Westportal eines langen Tunnels ins Matterhorndorf gestanden.

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg kämpften die Betriebe in Zinal aber ums Überleben, so dass sie sich zur «Société des Hôtels de Zinal» zusammenschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Hotelbetrieb vorübergehend wieder in Schwung, aber stets auf beschränktem Niveau. Seit 1963 gehören alle Grosshotels in Zinal zur «Société d’Expansion Touristique», welche die Häuser pauschal weiter vermietete, vorerst an den «Club Méditerranée», seit 1997 an die belgische Unternehmung Intersoc. Die beiden Häuser sind dadurch seit längerer Zeit für den Individualgast nicht mehr zugänglich.


Weitere Literatur zu den alpinen Hotels im Wallis:

FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 152-172.

FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Alpine Hotels zwischen Rhonequelle und Furkapass. [Schriften des Stockalperarchivs in Brig, Heft 44] Brig 2008.

  
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Ansichtskarte von Zinal Hotel Durand et Hotel des Diablons ca. 1910. <nobr>   (© Sammlung Club Grand Hôtel & Palace, Basel)</nobr>
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