Das Grand Hotel Palace in Lugano gehörte zum Hotelimperium von Franz Josef Bucher-Durrer (1834-1906), einem der wichtigsten Unternehmer im touristischen Bereich während der Belle Epoque. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Josef Durrer-Gasser (1841-1919) baute er in Europa ein einmaliges Hotel-, Bahn- und Tourismusimperium auf.
1899 erwarb der Innerschweizer Hotelkönig Bucher-Durrer das Hotel du Parc, das bedeutendste Hotel in Lugano, und liess es durch den Luzerner Architekten Emil Vogt zum Grand Hotel umbauen. Das Hotel du Parc, war in den 1850er Jahren vom Architekten Luigi Clerichetti aus der Klosteranlage S. Maria degli Angioli umgebaut worden. Die zellenartig aufgereihten Zimmer um einen grossen Innenhof wiesen auch nach dem Umbau auf das ehemalige Kloster hin, eine in der Schweiz einmalige Umnutzung.
Emil Vogt schuf mit seinem Umbau ein um zwei Stockwerke erhöhtes Gebäude mit einer von Balkonen geprägten, neuen Fassade im Stil der Neorenaissance und mit markanten Blendgiebeln auf dem Mitteltrakt und den Seitenrisaliten. Der Speisesaal lag über den Küche im ersten Stock in schönster Aussichtslage. 1904 öffnete das Grand & Palace Hotel seine Tore, voll elektrifiziert und mit einem Aufzug ausgestattet.
Nach langem Leerstehen und einer langen Zeit ungewisser Zukunft wird heute das Hotelareal zu einem grossen Zentrum umgebaut. Einzig die Fassade wird teilweise erhalten bleiben.
Weitere Literatur:
Lugano Hotels. Alberghi – Storia, Architettura. Lugano, Museo storico Villa Saroli 1998. [Pagine storiche Luganesi]. Lugano 1998.
Flückiger-Seiler Roland. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 79-81.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.


Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.