Die Schilder sind sehr reich an Bedeutung: Ihnen entnehmen wir die vorherrschende Kundschaft, die ethnische Herkunft der Gastwirte, kulinarische Errungenschaften und den damaligen Zeitgeist. Das Schild war laut Handelsregister Eigentum des Gasthofs. In vielen Ländern war seine Benutzung durch Stadtverordnungen und Gesetzesartikel geschützt. So war es seit dem Mittelalter verboten, sich ein Schild anzueignen oder ein Schild nachzuahmen, das im Ort bereits im Einsatz war. Oft nahmen Gastwirt und Hotelier beim Verkauf ihres Hauses ihr Schild mit, um es an ihr neues Haus zu hängen (was den heutigen Historikern die Recherchen nach den Gründungsdaten eines Hauses nicht unbedingt erleichtert!).
Im vorliegenden Stich symbolisiert der mittelalterliche Falke ein «Luxusgegenstand» und ist Kennzeichen des Adels. Der Falke ist ein hochintelligenter Vogel, der gezähmt werden kann. Seinem Herrn, für welchen er jagt und welchen er schützt, ist er sein Leben lang treu ergeben. Mit der Farbe Gold verbunden, personifiziert der Falke den Reichtum. Gold war seit jeher Zeichen von Macht und Überlegenheit. Gold herrscht über die Welt der Schilder, ganz besonders bei den Hotelbesitzern, die damit nicht nur die Qualität ihrer Unterkunft, sondern auch ihr anvisiertes Zielpublikum anzeigten. Das wohl älteste bekannte Schweizer Schild zum Goldenen Falken stammt aus dem Jahre 1541 aus einem Wirtshaus in St. Gervais bei Genf.
Ein interessantes Detail im Bild ist die doppelte Reihe von Pollern auf der Brücke. Diese gegossenen pilz- oder hackenförmigen Metallkörper stammen aus der Welt der Marine und dienten am Ufer der Befestigung eines Schiffes. Als man auf den Brücken den Geh- vom Wagenweg trennen wollte, setzten die Baumeister kleinere Poller ein, so wie sie auch heute in den Fussgängerzonen der Städte verwendet werden.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.