Ausbezahlt werden die Fördergelder vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zwischen 2007 und 2013. Neben den spezifisch touristischen Fördermitteln stehen noch viele weitere Töpfe zur Verfügung, aus denen sich der Tourismus bedienen kann. Zum Beispiel von den Geldern für Ausbildung oder für technische Hilfsmittel. Zudem gibt es auch interregionale Mittel, wenn mindestens zwei Länder zusammenarbeiten. Die Übersicht ist schwierig, der Missbrauch vorprogrammiert: Die Gelder fliessen nicht immer direkt in die Projekte. Gewisse Mittel landen irgendwo, wie Osteuropa-Kenner André Gribi weiss (siehe auch «In Bulgarien ticken die Uhren noch anders»).
Bulgarien beispielsweise bekommt von der EU für die Förderung touristischer Attraktionen und deren Infrastrukturen 153 Mio. Euro, für die Entwicklung regionaler touristischer Produkte und für das Marketing von Destinationen 33 Mio. Euro. Für Internationales Tourismus-Marketing – anspruchsberechtigt ist die Nationale Tourismusorganisation – wurden 33 Mio. Euro gesprochen. Ferner sind indirekt noch 90 Mio. Euro für die Gemeinden vorgesehen, um deren touristische Infrastruktur aufzudatieren.
Tschechien bekommt für die Nationale Tourismusförderung gut 65 Mio. Euro. Die «staatliche Gebietsförderung» wird nochmals mit gut 420 Mio. Euro unterstützt. Rumäniens «nachhaltige Entwicklung und Tourismusförderung» wird mit 559 Mio. Euro gefördert, dazu stehen 758 Mio. Euro für die «Verbesserung lokaler und regionaler Verkehrsinfrastruktur» zur Verfügung.
Am transnationalen Kooperationsprogramm für Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien beteiligen sich auch Liechtenstein und die Schweiz. Das Programm «Alpenraum» wird im Rahmen des Ziels «Europäische territoriale Zusammenarbeit» durchgeführt und ist mit einem Gesamtetat von rund 130 Mio. Euro ausgestattet. Die gemeinschaftliche Förderung durch den EFRE beläuft sich auf etwa 98 Mio. Euro, was rund 1,1 Prozent der gesamten EU-Fördermittel für die «Europäische territoriale Zusammenarbeit» ausmacht. Ziel des Programms ist, die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Kooperationsraums durch die Entwicklung grenzüberschreitender Aktionen zu stärken.
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 
Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung. 
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren. 
Ausländische Investoren kaufen Hotels, oft als reine Geldanlage. Die Rentabilität ist zweitrangig. Das beobachtet Stephan JJ. Maeder, Präsident des Hotelier-Vereins Berner Oberland. 
Hinter den «Swiss Dreams Hotels» stehen indische Investoren mit einem Faible für ehemalige Traditionshäuser. Zwei ihrer fünf Hotels serbeln hinter geschlossenen Türen dahin. Die Besitzer lassen sich nicht in die Karten blicken. 
Der Interlakner Hotel-Berater Jürg Zumkehr hat schon mehrere Hotels an Ausländer verkauft, unter anderem an Asiaten. Aus seiner Sicht wirken sich die ausländischen Investoren positiv auf die Region aus. 
René und Elsbeth Bettoli wollen ihren Familienbetrieb verkaufen. Der Preisdruck ist für das Interlakner 2-Sterne-Hotel zu gross geworden. 
Rund um den Thunersee sind einzelne Hotels im Besitz von Asiaten. Ein Leerstand an bester Lage zählt dazu. Für Hotelier-Präsident Bruno Carizzoni überwiegen die positiven Beispiele und Effekte. 

Kettenhotels können ihre Effizienz steigern, indem sie einander Mitarbeiter ausleihen. Kleinbetriebe setzen derweil auf Allrounder. 





Strategieplanung, Verwaltung und Administration: Diese Bereiche böten in den meisten Hotels grosses Sparpotenzial. Es wird aber oft nicht wahrgenommen.