Überall sinken die Margen von Vermittlern, nur in der Hotellerie, da steigen sie», beklagte Felix Freudiger alias Guglielmo L. Brentel, der via den fiktiven Hotelier Freudiger die Krux mit den globalen Online-Reservations-Anbietern veranschaulichte. Der Präsident von hotelleriesuisse plädierte am ersten Marketingtag von hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus im Berner Hotel Bellevue Palace, die Branche solle sich von den monopolartigen Absatzstrukturen dieser Plattformen nicht in eine totale Abhängigkeit zwingen lassen. Natürlich sei dies systembedingt und in einem gewissen Mass zwischen Anbieter und Vermittler vorhanden, aber es lohne sich, «diese Abhängigkeit zu hinterfragen und nach neuen Wegen zu suchen». Kommissionen von 15 bis 20 Prozent sind bei den Online-Reservations-Anbietern heute gang und gäbe. Brentel ermunterte die rund 200 Branchenteilnehmer, sich vermehrt auf ihre eigenen Stärken zu konzentrieren, diese zu bündeln und weiter zu entwickeln. «Gegenüber den globalen Kanälen sind wir die Schweiz-Spezialisten und bieten Dienstleistungen aus erster Hand.» Schliesslich investiere man via Schweiz Tourismus 70 Millionen Franken in das Marketing und habe dank STC Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Kräfte und Know-how bündeln heisst aber auch die bestehenden Hotelkooperationen verstärkt im Gesamtmarketing zu integrieren. Die Zeit der Alleingänge ist vorbei. Heute muss die Branche im hart umkämpften internationalen Wettbewerb bestehen. Das heisst, nicht einzelne Organisationen, sondern der Destinationserfolg steht an erster Stelle. «Wichtig ist, dass Gäste die Angebote möglichst einfach buchen können», sagte Brentel. Hier kommen die nationalen Akteure Schweiz Tourismus, STC und hotelleriesuisse ins Spiel: Es gelte, Buchungsplattformen für die gesamte Schweiz zu entwickeln, die dem Schweiz-Besucher ein ganzheitliches Leistungspaket zur Verfügung stellen. Guglielmo L. Brentel mahnte, es mache doch keinen Sinn, «Buchungen, die aus unseren Marketinganstrengungen resultieren, den international tätigen Buchungsplattformen in Form von hohen Kommissionen zu bezahlen».
Unterstützung fand Brentel von ST-CEO Jürg Schmid. Er veranschaulichte die Konsequenz der steigenden marktdominanten Stellung einiger wenigen Online-Anbieter: «Sie führt zu Best-Price-Forderungen dieser Firmen.» Dass es aber nicht ohne internationale Channels wie booking.com gehe, davon ist auch Schmid überzeugt. Ein erfolgreiches Hotel müsse eine Multichannel-Strategie verfolgen. Dabei sollten die eigene Hotelseite, die Destination und STC aber bevorzugt werden. Der günstigste Kanal sei immer die eigene Homepage. Sie führe zudem zur Kundenbindung. Schmid sprach dem Publikum aus dem Herzen: «Tiefe Kommissionen machen glücklich. Und ein glücklicher Hotelier ist ein guter Hotelier.»
Etwas Molekular-Nebel, eine Prise Nouvelle Cuisine und als Grundlage die klassische dänische Küche: Ronny Emborg, der «Zauberlehrling» aus Kopenhagen, setzt voll auf Effekte. 

Das Treffen von «Engadin-Newcomer» Martin Dalsass mit Roland und Brigitte Jöhri, deren «Talvo» er jetzt übernommen hat, wurde zum Happening am Herd. Gastkoch Otto Koch flüsterte mit. 
Aus Anlass seines 200-jährigen Bestehens lud das Haus Laurent-Perrier zum «Fascination-Champagne»-Dîner ins Suvretta House. Am Herd stand der deutsche Dreisternekoch Christian Bau. 
Ein Talentwettbewerb hat gezeigt, dass der Engadiner Nachwuchs in der Küche viel zu bieten hat. Gewonnen hat der 17-jährige Claudio Grüger, Lehrling im Hotel Waldhaus Sils. 

Sich austauschen und neue Eindrücke gewinnen ist das Ziel der Kochelite, die sich an Gourmet- festivals trifft. Auch für Lernende kann ein solcher Event zukunftsweisend sein. 
Ein edles Geschenk: Die Schwob AG überreichte drei Grandhotels in St.Moritz je eine 75-jährige Serviette.Mit den eingewebten Logos sind die Textilien wertvolle Zeitzeugen. 
Sind die immer gleichen Programmpunkte an einem Festival nicht langweilig? Nein, sie seien wichtige Rituale und würden von den Gästen geschätzt, sagen Verantwortliche. 
Besondere Herausforderungen am St.Moritz Gourmet Festival gibt es zuhauf. Beispielsweise kocht das Wasser in der Höhe von St.Moritz schon bei 93 Grad. Was bedeutet das für die Starköche und die Garprozesse? 
36 Anlässe in einer Woche - das Gourmet Festival verlangt grosses organisatorisches Geschick. Bei der Agentur Woehrle Pirola laufen die Fäden zusammen. Gründerin Erica Woehrle lobt das Teamwork der ganzen Region. 
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 






Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung.
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren.