Nicht die Restaurants, sondern die Weinstube ist das Herzstück der «Oepfelchammer» in der Zürcher Altstadt. «Ausgeschenkt wird hier nur Wein, hauptsächlich aus Zürich, und dazu Portwein, Traubensaft und Wasser», erklärt die Geschäftsführerin und gelernte Hotelière Karin Henner. Wer Schnaps, Bier, Limonade, Kaffee oder sonst etwas trinken will, wird ins Restaurant der «Oepfelchammer» verwiesen. An der Tradition des alten Studentenlokals, das seit über 50 Jahren im Familienbesitz ist, werde nicht gerüttelt, sagt Karin Henner mit Nachdruck.
In der Oepfelchammer-Weinstube herrschen eigene Sitten und Bräuche. Davon zeugen auch die unzähligen Schnitzereien in den hölzernen Tischen und Bänken. Wer dort einkehrt, muss eine Reihe von Regeln befolgen. Zum Beispiel muss er seinen Hut ablegen, bevor er sich an den Tisch setzt, darf nicht schmusen und klatschen. Für ältere und weibliche Gäste nicht ganz einfach ist die Regel, von der Bank über den Tisch zu steigen, falls sie das Lokal vorübergehend oder definitiv verlassen wollen. Höhepunkt ist die «Balkenprobe»: Wendige, starke Gäste können sich einem Deckenbalken entlang hangeln – das Vorgehen ist genau beschrieben – und wenn sie es schaffen, dürfen sie ihren Namen in Tisch oder Bank schnitzen. Jeder Gast hat drei Versuche, die harte Probe zu bestehen. «Am besten trinkt man vorher ein Glas Wein ex», rät die Geschäftsführerin und gesteht hinter vorgehaltener Hand: «Ich habe die Balkenprobe bis jetzt nicht bestanden.»
In der Weinstube wird nicht nur getrunken, sondern auch gegessen. Und zwar die gleichen Gerichte wie im Restaurant und im Bankettraum Züri-Stübli. Das sind vorwiegend Zürcher und Schweizer Spezialitäten. «Wir wechseln unsere Karte drei- bis viermal jährlich.» Klassiker wie Hackbraten, Tartar, Kalbsleberspiess und Zürcher Geschnetzeltes sind Dauerbrenner. Zwar sei das Konzept des Restaurants im Laufe der Jahre immer wieder leicht verändert worden. «Wir passen uns dem Verhalten der Konsumenten an, machen aber nicht jeden Trend mit.»
«Ein breites Gästesegment» kehre in der «Oepfelchammer» ein, sagt die Wirtin, unter ihnen auch Touristen, die sich dieses typisch schweizerische Lokal nicht entgehen lassen wollen. Allein des historischen Hauses wegen, in welchem Nonnen dereinst Äpfel lagerten, lohnt sich ein Besuch.
Etwas Molekular-Nebel, eine Prise Nouvelle Cuisine und als Grundlage die klassische dänische Küche: Ronny Emborg, der «Zauberlehrling» aus Kopenhagen, setzt voll auf Effekte. 

Das Treffen von «Engadin-Newcomer» Martin Dalsass mit Roland und Brigitte Jöhri, deren «Talvo» er jetzt übernommen hat, wurde zum Happening am Herd. Gastkoch Otto Koch flüsterte mit. 
Aus Anlass seines 200-jährigen Bestehens lud das Haus Laurent-Perrier zum «Fascination-Champagne»-Dîner ins Suvretta House. Am Herd stand der deutsche Dreisternekoch Christian Bau. 
Ein Talentwettbewerb hat gezeigt, dass der Engadiner Nachwuchs in der Küche viel zu bieten hat. Gewonnen hat der 17-jährige Claudio Grüger, Lehrling im Hotel Waldhaus Sils. 

Sich austauschen und neue Eindrücke gewinnen ist das Ziel der Kochelite, die sich an Gourmet- festivals trifft. Auch für Lernende kann ein solcher Event zukunftsweisend sein. 
Ein edles Geschenk: Die Schwob AG überreichte drei Grandhotels in St.Moritz je eine 75-jährige Serviette.Mit den eingewebten Logos sind die Textilien wertvolle Zeitzeugen. 
Sind die immer gleichen Programmpunkte an einem Festival nicht langweilig? Nein, sie seien wichtige Rituale und würden von den Gästen geschätzt, sagen Verantwortliche. 
Besondere Herausforderungen am St.Moritz Gourmet Festival gibt es zuhauf. Beispielsweise kocht das Wasser in der Höhe von St.Moritz schon bei 93 Grad. Was bedeutet das für die Starköche und die Garprozesse? 
36 Anlässe in einer Woche - das Gourmet Festival verlangt grosses organisatorisches Geschick. Bei der Agentur Woehrle Pirola laufen die Fäden zusammen. Gründerin Erica Woehrle lobt das Teamwork der ganzen Region. 
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 





Zürichs Gastroszene gehört zu den vielfältigsten der Schweiz. Originelle Konzepte, gute Küche: Zürich bittet zu Tisch.
Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung.
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren.