Bauen in der Hotellerie ist ein lohnendes Geschäft, sagt Orlando Burlon von der Karl Steiner AG. Das Totalunternehmen, welches bereits 45 Hotels gebaut hat, profitiere beim Hotelbau nicht nur von der internationalen Professionalität der Investoren, sondern auch von der Medienpräsenz und davon, dass man in der Hotellerie gerne Akzente setzen will – mit entsprechend grossem Bugdet.
Für den Hotelinvestor selbst geht ein Neu- oder Umbau aber erst mal ins Geld. Besonders dann, wenn es sich um ein historisches Gebäude handelt. Hier ist der Bauherr gut beraten, wenn er von Anfang an die Denkmalpflege einbezieht. Und anstatt gleich den ganzen Umbau zu planen, vielleicht mit Musterzimmern das Machbare testet. Dann zeige sich schnell, wie teuer der Umbau eines Zimmers tatsächlich werde, sagt Diego Bazzocco vom Hotel Pax Montana in Flüeli Ranft: «Alte Pläne sind oft nicht sehr verlässlich.» Ganz anders präsentiert sich die Lage bei Design-Budget-Hotels: Hier setzt man auf effiziente Flächennutzung und weniger Mitarbeitende. Eine Mischung, nämlich ein Neubau auf altem Fundament, entsteht zurzeit in Rüschlikon: Das Hotel Belvoir wird im April 2011 seine Türen öffnen.
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 
Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung. 
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren. 
Ausländische Investoren kaufen Hotels, oft als reine Geldanlage. Die Rentabilität ist zweitrangig. Das beobachtet Stephan JJ. Maeder, Präsident des Hotelier-Vereins Berner Oberland. 
Hinter den «Swiss Dreams Hotels» stehen indische Investoren mit einem Faible für ehemalige Traditionshäuser. Zwei ihrer fünf Hotels serbeln hinter geschlossenen Türen dahin. Die Besitzer lassen sich nicht in die Karten blicken. 
Der Interlakner Hotel-Berater Jürg Zumkehr hat schon mehrere Hotels an Ausländer verkauft, unter anderem an Asiaten. Aus seiner Sicht wirken sich die ausländischen Investoren positiv auf die Region aus. 
René und Elsbeth Bettoli wollen ihren Familienbetrieb verkaufen. Der Preisdruck ist für das Interlakner 2-Sterne-Hotel zu gross geworden. 
Rund um den Thunersee sind einzelne Hotels im Besitz von Asiaten. Ein Leerstand an bester Lage zählt dazu. Für Hotelier-Präsident Bruno Carizzoni überwiegen die positiven Beispiele und Effekte. 

Kettenhotels können ihre Effizienz steigern, indem sie einander Mitarbeiter ausleihen. Kleinbetriebe setzen derweil auf Allrounder. 





Strategieplanung, Verwaltung und Administration: Diese Bereiche böten in den meisten Hotels grosses Sparpotenzial. Es wird aber oft nicht wahrgenommen.