fokus
02.09.2010
Nachgefragt: Beat Küttel

1.Sie sind federführender Architekt beim Belvoir-Projekt. Warum wurde das Haus nicht komplett abgerissen?Zu Beginn wollten wir noch einen grösseren Teil, etwa das gesamte Gartengeschoss, stehen lassen und darauf aufbauen. Doch das war nicht möglich. Im Nachhinein wäre es kaum aufwendiger gewesen, gleich alles abzureissen. Nun liessen wir einfach einen kleineren Teil – Garagen und Keller – stehen. Es läuft auch so gut.

2.Weshalb war es unmöglich?Aus Gründen der Statik. Es wäre viel zu aufwendig gewesen, den neuen, schweren Teil korrekt und sicher abzustützen. Die Lösung, die wir jetzt wählten, verteuert den ganzen Bau nicht.

3.Das Belvoir in Rüschlikon ist Ihr erstes Hotelprojekt. Ihre grosse Herausforderung dabei?

Funktionalität, Ökologie und Ästhetik in diesem ungewöhnlichen Objekt zusammenzubringen. Und natürlich auch, dass für die Gäste die Schokoladenseite vorgesehen ist: Alle Zimmer müssen Seesicht haben; der Rest hatte sich danach zu richten.

4.Sie haben es mit einem aktiven Bauherrn und mit der Star-Innenarchitektin Pia Schmid zu tun. Ist nicht das der wahre Challenge?

Nein, die Zusammenarbeit als Team funktioniert gut. Da ist der Bau selber deutlich anforderungsreicher: Viele Schrägen, verschiedene Niveaus an Hanglage, komplexe räumliche Aufteilung. Und natürlich, dass der Bauherr kein beliebiges Hotel wollte, sondern eines, das eine ästhetische Aussage machen kann und soll. ag

  
Werbung
ihr kommentar zum artikel
Was denken Sie zu diesem Thema? Schreiben Sie einen kurzen Kommentar, Ihre Meinung interessiert uns!


Betreff
Text
Hinweis: Es sind max. 400 Zeichen erlaubt.
   
Name
Email
   
Code
   * Bitte obenstehenden Code eingeben
   
   Ich bin mit den Spielregeln einverstanden


Weitere Artikel zum Thema
Weitere Artikel aus diesem Ressort