Orlando Burlon, ist es für ein Totalunternehmen wie die Karl Steiner AG etwas Spezielles, ein Hotel zu bauen oder zu renovieren?
Auf jeden Fall, die Aufmerksamkeit ist viel grösser als bei einem anderen Projekt. Wenn wir ein Hotel bauen, dann setzen wir einen Meilenstein. Wir stehen damit im Fokus der Öffentlichkeit, und die mediale Präsenz ist auch entsprechend gross.
Orten Sie bei dieser Aufmerksamkeit auch Nachteile?
Nein. Es ist von Beginn weg allen Beteiligten klar, dass diese Mechanismen spielen. Wir sind sehr motiviert, solche Projekte durchzuführen. Ich denke auch, dass wir als Totalunternehmer auch die nötige Professionalität haben.
Ist die Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft, die aus mehreren Seiten wie Hoteldirektor und Investor besteht, kompliziert?
Ja das ist sie. Für uns ist dieses Ausloten der Interessen aber eine willkommene Herausforderung. Solange der Prozess professionell abläuft, ist jede Diskussion eine Bereicherung.
Auch wenn es mal zu Uneinigkeiten wie mit Ihrem langjährigen Kunden «Badrutt’s Palace» in St.Moritz kommt?
Zu den Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Kunden äussern wir uns grundsätzlich nicht.
Heute sind die Investoren in der Schweizer Hotellerie oft aus anderen Kulturen und haben einen internationalen Approach. Macht das die Zusammenarbeit noch komplizierter?
Nein. Diese Investorengruppen sind sehr professionell, und daher ist die Zusammenarbeit kein Problem. Im Gegenteil: Wir schätzen Internationalität sehr, sei es mit den Geldgebern oder den Stararchitekten.
Auch weil der indische Bauriese HCC mit 66 Prozent in die Karl Steiner AG einstieg?
Wir sind sehr zufrieden mit dieser Globalisierung und Nachfolgeregelung.
Wie sieht es mit dem Budget aus? Wo schöpfen Sie aus dem Vollen, bei einem Hotelprojekt oder einem Banken-Neubau?
Bei einem Hotelbau. Die Bauherrschaft will in den meisten Fällen einen Akzent setzen, der die bestehende Hotellerie belebt. Und davon profitieren wir auch als Totalunternehmer.
Wo unterscheidet sich ein Prestigebau eines Luxushotels wie das Park Hyatt, von einem Budget-Betrieb wie Ibis?
In der Materialienwahl. Dieser Faktor ist ausschlaggebend für die Qualität der Bausubstanz.
Und für die Sicherheit?
Nein, bestimmt nicht für die Sicherheit, die ist in jedem Fall und immer gewährleistet. Ich spreche von Schalldämmung, von echtem Marmor, von vielen Details,die sehr viel Geld ausmachen können. Und genau diese Auswahl an Materialien steht auch für den Standard eines Hotels. Mit anderen Worten: Ein Luxushotel hat nicht nur ein teures Interior Design, sondern auch eine exklusive Bausubstanz.
Wie wichtig ist heute Nachhaltigkeit im Baualltag?
Ein Thema, das nicht mehr wegzudenken ist. Selbst wenn die Bauherrschaft nicht auf Nachhaltigkeit fokussiert, sind wir proaktiv und beraten mit einem Team von Fachleuten. Das beginnt bei der Planung.
Und, kostet Nachhaltigkeit immer noch mehr?
Ja, nachhaltiges Bauen verteuert das Projekt um etwa drei bis sechs Prozent.
Wie sieht es bei Renovationen von alten, grossen Hotels aus?
Das ist ein zweischneidiges Unterfangen. Eigentlich sind solche Renovationen ein ständiges Unterfangen und kosten viel Geld.
Also wäre Abreissen die bessere oder zumindest kostengünstigere Variante?
Kostengünstiger vielleicht, aber sehen Sie, diese alten Hotels haben Geschichte, tragen oft einen unbezahlbaren Brand in die Welt hinaus. Die Gäste wollen keinen Neubau, sie wollen diese Geschichte leben. Und daher sind Renovationen wertvoll und äusserst wichtig.
Etwas Molekular-Nebel, eine Prise Nouvelle Cuisine und als Grundlage die klassische dänische Küche: Ronny Emborg, der «Zauberlehrling» aus Kopenhagen, setzt voll auf Effekte. 

Das Treffen von «Engadin-Newcomer» Martin Dalsass mit Roland und Brigitte Jöhri, deren «Talvo» er jetzt übernommen hat, wurde zum Happening am Herd. Gastkoch Otto Koch flüsterte mit. 
Aus Anlass seines 200-jährigen Bestehens lud das Haus Laurent-Perrier zum «Fascination-Champagne»-Dîner ins Suvretta House. Am Herd stand der deutsche Dreisternekoch Christian Bau. 
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36 Anlässe in einer Woche - das Gourmet Festival verlangt grosses organisatorisches Geschick. Bei der Agentur Woehrle Pirola laufen die Fäden zusammen. Gründerin Erica Woehrle lobt das Teamwork der ganzen Region. 
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