Roger Jutzi, Direktor der «Krone» in Zürich-Unterstrass, kauft bei der Einkaufgenossenschaft Horega ein. «Eine gute Sache, die sehr viel bringt.» Wie viel er einspart, kann er nicht sagen, die Reduktionen sind je nach Produkten unterschiedlich.
Die Einkaufsgenossenschaft Horega ist ein Lieferanten-Netzwerk und ermöglicht Hotels und Restaurants, zu günstigeren Konditionen einzukaufen.
Hoteldirektor Roger Jutzi kauft bei der Horega vor allem Einrichtungsgegenstände, Küchenutensilien, elektrische Geräte, Büroartikel Putzmittel, Kosmetik und andere Gebrauchsartikel. «Dort sind die Rabatte wesentlich höher als bei Frischprodukten», erklärt Jutzi. Deshalb kaufe er Fleisch und Frischgemüse meist bei anderen Lieferanten. Doch er bezieht bei der Horega auch Dienstleistungen: er lässt die Matratzen in den Hotelzimmern reinigen.
Ein Vorteil seien zudem der monatliche Rundbrief mit den Aktionen und die Sammelrechnung, auf der alle Posten sortiert sind. Jutzi geht davon aus, dass die Horega-Konditionen nur überboten werden können, wenn sich 20 bis 30 Hotels für den Einkauf zusammenschliessen.
Zusammengeschlossen haben sich die acht Matterhorn Valley Hotels in Grächen. Für diese Kooperation haben die Hoteliers den Milestone 2009 erhalten. Vier der Hotels sind Franchise-Betriebe, vier hat die Matterhorn Valley AG gemietet, das heisst, sie werden vom CEO der AG, Daniel Werner geführt. Eine der Synergien des Zusammenschlusses ist der gemeinsame Einkauf. «Wir haben mit mehreren Lieferanten Rahmenverträge abgeschlossen», erklärt Olivier Andenmatten, Gastgeber im Grächener Hotel Hannigalp. Das heisst, die Lieferanten rückvergüten den acht Hoteliers einen gewissen Prozentsatz auf ihrem Umsatz. Diese Regelung gilt auch für Handwerker und den Stromlieferanten. Auch für die Versicherungen sind bessere Konditionen ausgehandelt worden. «Wir haben aber nicht nur einen Metzger, sondern drei, vier, das gilt für jede Lieferanten-Sparte. Damit hat der Hotelier eine gewisse Auswahl.» Die meisten der Lieferanten hätten die einzelnen Hotels schon vor der Kooperation beliefert.
Für Andenmatten eine Win-win-Strategie: «Wir geben den Lieferanten und Handwerkern eine Auftragsgarantie und sie gewähren uns günstigere Preise. Das klappt bis jetzt gut.» Wie hoch die jeweiligen Reduktionen sind, sei Verhandlungssache. Noch bessere Konditionen hat Werner für die vier Mietbetriebe, die von ihm geführt werden, ausgehandelt: indem er von jeder Sparte nur noch einen Lieferanten berücksichtigt.
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