Die Südkoreaner Su Yong Kwon und J.K. Kim haben vor sechs Jahren die beiden Interlakner Hotels Krebs und Weisses Kreuz gekauft. Sie ist Verwaltungsratspräsidentin des 4- und 3-Sterne-Hotels, er Aktionär. Erworben haben sie die beiden Häuser, weil sie die Region aus ihren Ferien kannten: «Wir haben vor dem Kauf des ersten Hotels mindestens zehn Mal in der Region Interlaken und der ganzen Schweiz Ferien verbracht. Dadurch haben wir Interlaken mit seiner wunderbaren Landschaft sehr lieb gewonnen», erzählen sie. «Die Schweiz ist sicher, sie ist neutral und mit einer stabilen Währung - und landschaftlich einzigartig.» Zu diesem kleinen Paradies mit einem noch fast intakten Finanzplatz sollten die Schweizer Sorge tragen, findet das Paar.
Weshalb die südkoreanischen Geldgeber gerade in die Hotellerie und nicht in Renditeobjekte investieren, liegt daran, dass Su Yong Kwon und J.K. Kim grundsätzlich nur in Branchen investieren, die ihnen nicht fremd sind. «Interlaken und die Jungfrauregion sind weltberühmte Brands und damit Anziehungspunkte für Touristen aus aller Welt, insbesondere Asiaten», begründen sie. In den Jahren 2009 und 2010 seien sie denn auch mit den Umsätzen der beiden Hotels sehr zufrieden gewesen. Die Hotels müssen eine Rendite abwerfen, denn das Paar will sich später in Interlaken niederlassen.
Die Lage hat für die Investoren oberste Priorität
Mindestens 50 Zimmer im 3- und 4-Sterne-Bereich sollten die Hotels haben, das war die Bedingung der Investoren, bevor sie die Häuser kauften. «Und sie mussten an bester Lage sein. Für uns hat die Lage absolute Priorität.» Letztlich müssten jedoch auch Preis und Leistung stimmen, räumen sie ein. Su Yong Kwon und J.K. Kim planen jedoch keine weiteren Käufe. «Unser Investitionsbedarf ist abgedeckt. Wir haben auch nicht die Absicht, noch in einem anderen Land als in der Schweiz Hotels zu erwerben.»
Su Yong Kwon und J.K. Kim verfolgen klare konzeptionelle Ziele mit ihren beiden Hotels. «Mit dem 4-Sterne-Hotel Krebs wollen wir zu den führenden Hotels von Interlaken gehören. Das 3-Sterne-Hotel Weisses Kreuz ist für uns das Gruppenhotel mit einer kleinen individuellen Stammkundschaft.» An periodisch stattfindenden Besprechungen mit der Direktion werden denn auch die operativen und strategischen Ziele festgelegt. Beide Betriebe werden von je einem Direktor beziehungsweise Geschäftsführer geführt.
Wenn es Sinn macht, wird in die Hotels investiert
Beim Kauf der zwei Häuser wiesen beide erheblichen Investitionsbedarf auf. Deshalb mussten die südkoreanischen Investoren 8,5 Millionen Franken in die Hotels stecken. «Das werden wir auch künftig tun, wenn Investitionen notwendig und sinnvoll sind. Wir legen die Investitionsbudgets jährlich jeweils mit der operativen Leitung gemäss den Prioritäten fest.»
Die Direktionen der beiden Hotels arbeiten mit vielen verschiedenen Tour Operators zusammen. Je nach Betrieb werden sowohl Gruppen- als auch Individualtouristen beworben. «Dank der Kongresseinrichtungen in Interlaken logieren auch Kongressteilnehmer bei uns», freuen sich Su Yong Kwon und J.K. Kim.
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