«In Schweizer Hotels zahlt man für viele Dienstleistungen, die man gar nicht in Anspruch nimmt», so hatte Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou die hiesige Hotellerie in einem Interview kritisiert. Der Basler Unternehmer Philipp Fink reagierte mit einem Mail und erhielt prompt eine Einladung nach London. Dort diskutierten die beiden, wie das Billighotel in der Schweiz umzusetzen sei. 2005 eröffnete Fink das erste Easyhotel in Basel, 2008 folgte jenes in Zürich. «In der Zentralschweiz, in Bern oder Genf wäre das Potenzial auch da.» Was fehle, seien bezahlbare Liegenschaften an einer vom öffentlichen Verkehr gut erschlossenen Lage. Eintrittspauschale und Franchise-Fee seien hingegen kein Hindernis, denn im Branchenvergleich seien diese bescheiden.
Fink, heute Verwaltungsrat der Easy-Hotel Schweiz AG, äussert sich zufrieden zum Geschäftsgang. «Schon im ersten Jahr schrieben wir schwarze Zahlen.» Die Auslastung pendle zwischen 70 und 80 Prozent. Im Leisure-Segment ist die Klientel bunt gemischt. Unter der Woche kommt der Trend vieler Unternehmen, ihren Aussendienstlern eine Übernachtungspauschale statt die effektiven Kosten zu erstatten, dem Billigkonzept entgegen: Die Differenz kann steuerfrei eingestrichen und etwa für Gastronomie ausgegeben werden.
Um trotz Zimmerpreisen ab 70 Franken Gewinn schreiben zu können, wird das Interieur auf Effizienz getrimmt: Weder im Schlafzimmer noch im Bad stören Möbelfüsse die schnelle Reinigung. Auf Teppiche wird verzichtet, sodass das Zimmer buchstäblich in einem Aufwisch wieder sauber ist. Eine Minibar – laut Fink immer ein Verlustgeschäft – sucht man vergeblich; Getränke gibt’s an der Réception. Und wer täglich ein frisch bezogenes Bett will, bezahlt diesen Zimmerservice extra. Neben dem Housekeeping ist auch das Backoffice schlank. Bezahlt wird ausschliesslich übers Internet und im Voraus, was Debitorenverluste verhindert. pp
Roland Zegg von Grischconsulta ist überzeugt: Der Sommer in der Schweiz hat Zukunft. Nun brauche es passende Angebote. 
«Kreativ sein» heisst das Motto in Graubünden, im Berner Oberland und Wallis diesen Sommer. Die Hotels locken die Gäste mit speziellen Angeboten. 
Der Klimawandel betrifft nicht nur den Winter, sondern auch den Sommer. Nicht nur im negativen Sinne - doch gilt es, die positive Auswirkung «Sommerfrische» gezielt zu vermarkten. 
In diesem Sommer fokussieren die Schweizer Tourismusverantwortlichen vor allem auf den Inland-Markt. Alle Touristiker rechnen mit einem Logiernächte-Minus. 
Bergbahnen setzen vermehrt auf das Sommergeschäft. Sie forcieren es mit innovativen Produkten und Preisvergünstigungen. 
In den Nachbarländern steigt die Zahl der Sommer-Logiernächte. Österreich setzt auf Wandern und Geniessen, Südtirol auf alpine Kompetenz und Bayern auf Aktivurlaub. 
Die Wanderer von heute sind jünger und anspruchsvoller: Modische Wanderbekleidung und ein gutes Essen danach gehören heute immer mehr dazu. 
Graubünden wirbt in diesem Bergsommer um die Familien. Kinder bis 12 Jahre übernachten in 160 Bündner Hotels gratis, bis 15-Jährige mit mindestens 50 Prozent Reduktion. 
Zielgruppe: gut situierte Singles, Gays, Lesben. Die Hotels: das Aviva in Oberösterreich und das Axel Hotel in Berlin. Zwei unkopierte Erfolgsstorys. 






In den Zimmern des Hotel Drei Raben werden Geschichten erzählt. Nürnberger Mythen. Es sind Erzählungen aus der Umgebung, mit der sich der Gast so auseinandersetzt.
Wohnen in Bäumen, genau gesagt in Baumhäusern. Das können Gäste im Norden Deutschlands. Sei es im Design-Baumhausdorf oder im Baumhaushotel.