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26.01.2012
Blick auf das Wesentliche
Anja Krauses Einsatz als Etagenmitarbeiterin. Sie hilft auch beim Einbetten.
Anja Krauses Einsatz als Etagenmitarbeiterin. Sie hilft auch beim Einbetten. (© Alain D. Boillat)
Die deutsche Motel One Group zeigt, dass Low-Budget-Hotels mit einem effizienten betrieblichen Ablauf erfolgreich sein können. Pressesprecherin Ursula Schelle sagt, weshalb.
Christine Künzler

Ursula Schelle, die Motel-One-Hotels bieten Design, Komfort und Lifestyle zu einem kleinen Preis und erzielen damit hohe Umsätze. Wie schaffen sie das?

Motel One ist ein Hotelprodukt, das eine sehr breite Zielgruppe anspricht. Deshalb erreichen wir eine gute Auslastung der Häuser. Im letzten Jahr lag sie bei 70 Prozent.

Wie wichtig ist das Yield-Management für die Motel-One-Hotel-Gruppe?

Wir verfolgen eine Festpreispolitik und arbeiten nur mit zeitlich und preislich klar definierten Eventpreisen, die im Internet für alle ersichtlich sind. Das Instrument des Yield-Managements nutzen wir also nicht.

Welche innerbetrieblichen Schnittstellen haben die Motel-One-Häuser optimiert oder systematisiert?

Wir arbeiten mit den klassischen Schnittstellen. Und wir profitieren von Flächeneffizienz und der Tatsache, dass wir uns bei unseren Motel One auf das Wesentliche konzentrieren.

Setzen Sie Ihre Mitarbeitenden jobübergreifend ein? Wenn ja, in welchen Bereichen?

Unsere Mitarbeiter haben ihren definierten Aufgabenbereich, aber ein Hotel funktioniert nur mit einem guten Team. Deshalb unterstützen sich die Abteilungen gegenseitig, wenn es erforderlich ist.

Wie organisieren Sie den Einkauf von Lebensmitteln, Verbrauchsmaterialien und Möbeln?

Wir sind zentral organisiert und versuchen darüber hinaus, neben den Preisen auch die Qualitätsstandards in den Hotels zu optimieren.

Sparen Sie auch im Bereich Energie? Wenn ja, wie und wo?

Wir haben ein Technik-Team, das immer versucht - gerade auch bei den zahlreichen Neubauten - die Energiesparmöglichkeiten zu verbessern. Wir setzen beispielsweise energiesparende Leuchtmittel ein und versuchen auch schon in den Bauphasen, möglichst energieeffizient zu arbeiten. Das heisst, wir errichten die Häuser nach dem modernsten Stand der Technik.

Der Konzern hat nun auch drei Ferienresorts übernommen. Wo liegen die Synergien mit den Motel-One-Stadtbetrieben?

Die Ferienresorts in Kitzbühel, im Chiemgau und in den Ammergauer Alpen sind als individuelle Hotelmarken im 4-Sterne-Bereich positioniert. Synergieeffekte mit Motel One sind nicht geplant, da es völlig unterschiedliche Hotelkonzepte und Markenbilder sind.

Zürich steht auf der Wunschliste von Motel One. Wann wird dort ein Hotel eröffnet?

Wir sind aktiv auf der Suche nach einem guten Standort. Leider haben wir bis jetzt noch kein aktuelles Projekt.

Das Interview wurde schriftlich geführt.

  
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