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22.07.2010
2009: 60% mehr Betriebe

Nach der Liberalisierung des Gastgewerbegesetzes wuchs das Restaurant-Angebot in Zürich explosionsartig. Betrug das Total der Gastwirtschaftsbetriebe 1997 noch 1300, so waren es im Jahre 2009 deren 2089 – ein Plus von 60 Prozent. Im gleichen Zeitrahmen legte die Stadtbevölkerung nur um 7 Prozent auf 383000 zu. Das Gastro-Angebot wuchs besonders im Aussenbereich. Gemäss der Stadtpolizei zählte man 1997 noch 326 Boulevardcafés; per 2009 war man bei 567 Betrieben – ein Plus von 73 Prozent. Am stärksten wirkte sich die Deregulierung aus in Sachen Nachtaktivität: 1997 hatte Zürich 112 Nachtcafés (inklusive Bars und Clubs), 2009 waren es deren 596 – ein Plus von 430 Prozent.

Nimmt man die Restaurantdichte als Wert für die gastronomische Grundversorgung, schwingen touristische Gemeinden obenaus. Spitzenreiter sind Walliser Orte wie Saas Fee (13,83 Betriebe pro 1000 Einwohner), Zermatt (12.62), Leukerbad (11,52) und Grächen (11.36). Gesamtschweizerisch gab es 2008 (aktuellste Zahlen) gemäss Bundesamt für Statistik im Schnitt 2,51 Restaurants pro 1000 Einwohner. Der Wert von Zürich liegt mit 3,10 über dem Landesschnitt, aber hinter Städten wie Genf (5,07), St.Gallen (3,96), Luzern (3,70) oder Bern (3,26). Zwar steht in Zürich die absolut gesehen höchste Zahl an Restaurants, Clubs und Bars – doch sie verteilt sich auch über die stärkste Einwohnerschaft und grosse Quartiere, die gegenüber der Innenstadt oft deutlich schwächer mit Gastro-Einrichtungen bestückt sind. (Quelle: Branchenspiegel 2010 von Gastrosuisse) ag

  
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