Vor ein paar Monaten wurde sie lanciert, und immer noch sind die Erfinder selig: «Die Churer Alpenstadt-Torte», schwärmt Roni Merz von der gleichnamigen Confiserie, «hat alles in den Schatten gestellt». Und ihre Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen.Am Anfang der Geschichte stand der Wunsch nach einem gemeinsamen Projekt, und so haben sich die sechs Confiseure der Alpenstadt zusammen mit Chur Tourismus an einen Tisch gesetzt, um ein gemeinsames, regionales Produkt zu kreieren. Eine gut haltbare Spezialität sollte es sein, eine, die man verschicken kann, erzählt Merz über die Entwicklungsphase. Kurzum: Ein Mitbringsel bestehend aus lokalen Zutaten, das ihre Stadt repräsentieren soll.
Die Churer Alpenstadt-Torte ist auch bei Churern beliebt
Das Resultat: die Churer Alpenstadt-Torte. Natürlich besteht die Torte aus örtlichen Produkten wie Gran-Alpin-Mehl, Alpbutter und Churer Röteli. Dass ihr Name auch den Geburtsort beinhaltet, war ebenso Programm und trage sicher auch zum Erfolg bei, ist Merz überzeugt. Denn: «Im Bündnerland sind wir verwöhnt, was lokale Spezialitäten angeht». Im Gegensatz aber zu der Bündner Nusstorte oder dem Bündner Birnbrot, beides kantonale Spezialitäten, komme das in Krokant gehüllte Gebäck nicht nur bei Touristen, sondern auch bei den Einheimischen sehr gut an und ist besonders als Mitbringsel ins Unterland zum Beispiel sehr beliebt. Das Rezept ist in allen sechs Confiserien einheitlich, und auch Grösse sowie Verpackung sind gleich. Jeder Confiseur stellt seine Torten selber her. In seinem Geschäft hätten sie in der Startphase zwischen 120 und 150 der Torten verkauft, so Merz. Der Verkauf habe sich nun bei rund 50 verkauften Stück pro Woche eingependelt. Zum Vergleich: Bündner Nusstorten gehen bei ihm wöchentlich rund 250 über den Ladentisch, Birnbrote durchschnittlich 150.
Zuger Würste in Basel und Zürich gefragt
Dass ein entsprechender Name seinen Teil beiträgt, zeigt sich auch im Fall Zug, das man gemeinhin mit Zuger Kirsch oder Zuger Kirschtorte in Verbindung bringt. Damit dies so bleibt, dafür sorgt die vor zwei Jahren gegründete IG Zuger Chriesi, welche Zugs Kantonsfrucht auf verschiedenste Wege vermarktet. Allein ihr ist es zu verdanken, dass es seine Zuger Chriesiwurst gibt, erzählt Marcel Rinderli, der im Auftrag der IG eine Grill- sowie eine Siedwurst kreiert hat und als einziger vertreibt. «Zuger Chriesiwurscht, das klingt schon sehr exotisch», ist sich der Metzgermeister bewusst. Unter den Kollegen hat er manches Kopfschütteln ausgelöst mit seinem Tüfteln an der würzigen und mit getrockneten Kirschenstückchen versehenen Wurst. Und nun das: Vergangenes Jahr –in der ersten Chriesiwurst-Saison –wurden 25000 Stück verkauft. Diese Zahl würde heuer «bei weitem» übertroffen, so dass er kaum nachkomme mit Produzieren: «An Grilltagen verkaufen wir täglich 800 bis 900 Stück, somit kann sie der Bratwurst und der Cervelat längst die Stange halten.»Sicherlich hat das Produkt einen Exotenbonus, erklärt Ueli Kleeb von der IG Zuger Chriesi. Aber bei acht von zehn Essern kommt die Wurst sehr gut an, schätzt Kleeb. Längst werden Restaurants beliefert und trudeln Bestellungen von Basel bis Zürich ein. «Generell sind in letzter Zeit die Zuger Kirschen wieder verstärkt ins Bewusstsein gerückt und zum Begriff geworden. Davon profitiert auch die Zuger Chriesiwurst.» Und das wiederum färbt auf sie ab: Die IG Zuger Chriesi setzt viel daran, das Image des Steuerparadieses korrigieren zu können. «Allein in der Stadt gibt’s zum Beispiel noch 40 Bauern, die 30 Kirschbäume besitzen. Der Zuger-Kirschen-Trend gibt auch ihnen Aufwind», so IG-Mitinitiant Kleeb. Heute sei es bereits so, dass auf den Zuger Kirsch und die Zuger Kirschtorte die Zuger Chriesiwurst folge, auch mengenmässig. «Und davon profitiert im Endeffekt ganz Zug.»
Nach der Romandie geht der Bocuse d'Or Suisse wieder mal ins Tessin: Teo Chiaravalloti vom Hotel Villa Principe Leopoldo in Lugano holte sich an der Messe Sirha Gold. 
Das besondere Konzept Das Hotel Solsana in Saanen ist auf Bedürfnisse von sehbehinderten und blinden Gästen ausgerichtet. Wichtig sind Kontraste und Kommunikation.
Je drei Monate in vier Ländern leben: das hat Verena Prager demnächst vor. Die Gastronomin über ihre Auszeit, ihren berühmten Vater und ihr gutes Gespür.
Wer ein Boutique-Hotel rentabel führen will, muss hart kalkulieren: Die kleinen, luxuriösen Hotels brauchen eine hohe Auslastung und gut geschulte, flexible Mitarbeiter.
Rund 3000 v. Chr. hat in Mitteleuropa der Anbau von Urgetreide begonnen und damit auch die Geschichte des Brotes. Missernten führten immer wie...






An der Weltausstellung 2015 in Mailand soll die Schweiz mit hohen Silos vertreten sein: Das Projekt «Confooderatio Helvetica» erhält den Zuschlag.