Wie sehen die Möbel der nächsten Zukunft aus? Wie interpretieren Designer und Hersteller die Wünsche der Menschen nach Möbeln zum Darin-Leben und Sich-Wohlfühlen? Dick Spierenburg ist der Art Director der «imm cologne». Charakteristisch für sein Ausstellungs-Konzept ist das «Pure Village» in Halle 3.2: Grosse und kleine Labels werden in der Intimität eines fast «dörflichen» Rahmens präsentiert. Der gewollte Mix zwischen unterschiedlichen Produktbereichen erzeugt eine besondere Spannung.
Der Art Director der Möbelmesse nennt als Haupttrend «Ehrlichkeit»
Der Art Director der «imm» benennt den Messe-Trend: «Zurzeit stellen sich Architekten und Einrichter immer häufiger die Frage nach der Ehrlichkeit: Mache ich etwas Gutes mit den Mitteln, die ich benutze? Mache ich etwas, das nicht nur für dieses Jahr, sondern auch für eine längere Dauer gut ist?» Man denke heute anders als in einer Zeit, in der alles möglich schien und in der auch das Geld keine Rolle spielte. Man sehe jetzt deutlich, so Spierenburg, dass «Materialien genutzt werden, die einen eigenen Wert haben und diesen auch behalten. Das ist, finde ich, eine wichtige Entwicklung.»
Spierenburg beschreibt das Grundkonzept der Internationalen Möbelmesse: «Ein innovatives Messeformat wie die imm cologne muss Entwicklungen vorgreifen. Gerade eine so stark von gesellschaftlichen Entwicklungen und der dynamisch sich ändernden Designszene geprägte Messe wie die unsere muss ihre Tools von Jahr zu Jahr überdenken. Für eine Messe ist es wichtig, neben allen kreativen Gedanken auch Beispiele aufzuzeigen, wie sich das Wohnen weiter entwickeln kann.»
Bei allem Ernst: Design darf auch mit den Augen zwinkern
Bei aller Ernsthaftigkeit des Designs fehlt es den an der Messe herausragenden Möbeln auch nicht an einem gewissen Augenzwinkern. Und das sogar im Umgang mit klassischen Möbelformen. So wie bei dem von Jan Armgardt entworfenen Sofa «Wave» des deutschen Herstellers Werther Klassik (siehe Bild): Das linke Sitzkissen ist herausnehmbar und bietet dann eine komfortable Sitz-Liege-Position - ideal zum Lesen und Entspannen. Das Sofa wurde vom Rat für Formgebung mit dem «Interior Innovation Award 2012» der «imm cologne» ausgezeichnet.
Lustig anzuschauen, aber auch praktikabel anwendbar - nicht zuletzt in der Gastronomie - ist der Tisch «Marionet» (siehe Bild) des Herstellers Mox aus Zürich. Entworfen wurde er von Simon Busse. Ein raffiniertes Metallteil verbindet im Zentrum drei Tischbeine aus massivem Eichenholz. Ein Gummizug durchdringt die Tischplatte, dient zugleich als Haltegriff und hält die Konstruktion sicher zusammen.
Fakten Highlights von der Messe der grossen Möbelwelt
imm-Möbel: unsere Auswahl. Insgesamt 1157 Anbieter aus 54 Ländern
präsentierten sich an der imm cologne 2012.
Hersteller-Websites der Auswahl:
Sie nennen sich «Kafi Dihei», Pension Frau Meise, Kunstkaffeehaus Que Sera und haben eines gemeinsam: Sie heissen ihre Gäste im Retro-Chic willkommen. 
Tee mit Milch, Sirup - und vielen kleinen Kügelchen: «Bubble Tea» ist in Asien und auch Deutschland längst Kult. Jetzt ist das Trendgetränk auch in der Schweiz angekommen.
Bis am Sonntag kocht die griechische Kochelite am Festival «Sani Gourmet 2012» auf der Halbinsel Chalkidiki. Einer der Starköche ist Nikos Boukis vom «Selene» auf Santorini 
Das besondere Konzept Der neu eröffnete «Kosher Classroom» in Berlin zelebriert jeden Freitag ein Shabbat-Dinner mit traditionellen Segenssprüchen. 
Das Geheimnis um das erste Lokal auf dem Zürcher Sechseläutenplatz ist gelüftet: «Collana Bar e Caffè» heisst das neu eröffnete Restaurant.












