Man soll über uns reden.» Das wünscht sich Nicoletta Müller, Hotelière im «Meierhof» Horgen, der eben für total 6 Millionen Franken saniert und renoviert worden ist. «Als Garni im Viersternebereich müssen wir eben alles etwas besser machen, um unsere Gäste zu verwöhnen und an uns zu binden».
«Besser machen», das war schon auf der Davoser «Schatzalp» die Devise der jungen Hoteldirektorin. Seit einem Jahr wirkt sie nun in Horgen und packte hier die Gelegenheit, sich intensiv in die Themen Umbau, Möblierung und Schaffung einer Corporate Identity einzuarbeiten. Verankert im Bewusstsein der Horgener Bevölkerung hatte sie sich erfolgreich mit dem Patina-«Baustellentheater», das die Geschichte des «Meierhof» ebenso präzis wie unterhaltsam darstellte und rund um den Zürichsee viel zu reden gab.
«All-in au lac»: Keine Nebenkosten, transparente Preise
Die meisten Gäste der 108 Zimmer sind Businesskunden, welche berufshalber in der Region zu tun haben. Hier sind Preistransparenz und eine klare Struktur gefragt. Aus diesem Grund lanciert der «Meierhof» mit «All-in» ein neues Konzept: Im Zimmerpreis – je nach Wochentag zwischen 167 bis 237 Franken – sind sämtliche Dienstleistungen inbegriffen. Das fängt beim Gratisparking an, führt an der Kaffeemaschine im Eingangsbereich vorbei («Coffee-to-go»), beinhaltet aber auch die Wasserbar auf jedem Stockwerk, kostenloses W-LAN, Benützung des Fitness- und Sportclubs sowie der Wäscherei im Hause und sogar Schliessfächer für die persönliche Habe wiederkehrender Kunden. Das Frühstück – mit Konfitüre, vier Honigsorten, Brot und Käse aus der nächsten Umgebung – ist reichlich und kann je nach Wunsch im Zimmer, in der Lounge im 5. Stock oder aber «to go» im Sandwich-Bag zum Mitnehmen verlangt werden. «Wir wollen unsere Gäste nicht bevormunden, sondern ihnen jede nur mögliche Bewegungsfreiheit bieten», betont Nicoletta Müller. Diese Wahlmöglichkeit zeigt sich auch im grosszügigen Loungebereich im obersten Stockwerk des Hauses, welcher am Abend zur Bar wird. Der Gast findet hier gemütliche Loungesessel, Esstische auf Normalhöhe, aber auch extra hohe Tische mit allen nötigen Anschlüssen für Computer und Notebooks.
Pink und Orange: Ein freches Farbkonzept setzt Akzente
Mit einem Budget von 1,2 Millionen Franken für die neue Möblierung lagen sehr grosse Sprünge nicht drin. Die Bauherrschaft – vertreten durch Geschäftsführer Theophil Bucher (Inhaber der RIMC Schweiz) und Direktorin Nicoletta Müller – setzte deshalb auf ein auffälliges Farbkonzept. Die Farbe Pink zieht sich als leuchtender Akzent durch das ganze Haus, dosiert untermalt von gekonnt eingesetzten orangen Tupfern. Der Seminarbereich dagegen setzt auf Grasgrün, das sich auch in den natürlich begrünten Innenhof als entspannender «Pausenplatz» hinauszieht. Insgesamt stehen drei Seminarräume von 65 und zweimal 55m2 zur Verfügung.
Für Tagungsgäste und Gruppen ab 15 Personen bietet der «Meierhof», der über kein eigenes Restaurant, aber eine grosse Cateringküche verfügt, auch einen speziell konzipierten «Networking-Lunch» an. Ein Dreigangmenü wird bewusst in sechs halben Gängen serviert: Zwei Vorspeisen stehen bereits auf den Tischen, wenn die Gäste aus dem Seminar kommen, zwei Hauptspeisen werden serviert, die Desserts wiederum finden sich auf dem Buffet – das erlaubt dem Gast ein flexibles Timing und Herumgehen. Ab 17 Uhr wird die Lounge mit ihrer prächtigen Aussicht über den See dann zur Bar – sie soll sich als ultimativer «Place to be» in Horgen herumsprechen.
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