Die Victoria-Jungfrau Collection mit ihren vier 5-Sterne-Häusern Victoria-Jungfrau Interlaken, Palace Luzern, Eden au Lac Zürich und Bellevue Palace Bern, hat ihre Website letztes Jahr neu gestaltet. «Unser Marketingbudget verlagert sich immer mehr in Richtung Online-Marketing», sagt Marketingleiterin Beate Makowsky. Rund 8 Prozent des Marketingbudgets wird für Online-Marketing eingesetzt. Dazu gehört beispielsweise ein Online-Newsletter. Dafür setzt die Victoria-Jungfrau-Collection auf das E-CRM-System von Schweiz Tourismus. «Das Kundenbindungssystem ist ganz auf den Gast ausgerichtet», erklärt Beate Makowsky.
«Dieses Jahr steht das Suchmaschinenmarketing im Fokus. Wir haben dafür mit einer externen Firma zusammen Suchwörter wie zum Beispiel Erlebnis Berner Oberland definiert.» Zudem habe sie Ad-Words-Kampagnen bei Google.ch und Google.de geschaltet. Die Buchungen über die neuen Websites haben den vier Hotels in den letzten fünf Monaten 533000 Franken Umsatz gebracht. «Viele Gäste informieren sich nur im Internet und buchen telefonisch. »
André Rosenberg: «Der Internetauftritt ist das A und O»
Beim Parkhotel Delta in Ascona. laufen laut Direktor Thomas Steiner 90 bis 100 Prozent aller Buchungen über die eigene Website, für die er «80000 Franken im Jahr» investiert. «Drucksachen reduzieren wir aufs Minimum.» Das 5-Sterne-Hotel wird mit Hilfe der Provider in jenen Kanälen platziert, die in den Herkunftsmärkten gezielt kaufkräftige Kunden ansprechen. «Wir haben zwar nicht die eleganteste Website, dafür eine verkaufsstarke. Laut einer Studie gehören wir diesbezüglich zu den fünf Besten der Schweiz», sagt Steiner.
Auch für Käthi Forster, Direktorin des 4-Sterne-Superior-Hotels Sonne in Zermatt ist der Webauftritt sehr wichtig. Letztes Jahr haben sie und ihr Mann eine neue Website machen lassen und dafür 12000 Franken – und nochmal so viel für Fotos – ausgegeben. «Die Fotos brauchen wir auch für unsere Drucksachen», erklärt sie. Forsters Junior hat dafür gesorgt, dass ihre Website weit vorne in der Google-Abfrageliste erscheint. «Da wir 80 Prozent Stammgäste haben, verlinken wir die Site nicht mit Reiseportalen.»
«Der Internetauftritt ist das A und O», sagt André Rosenberg, Direktor des Zürcher 4-Sterne-Hotels Helmhaus. Zwischen 10000 und 15000 Franken hat er dafür ausgegeben, «was viel ist für ein kleines Hotel. Doch wir haben dank unserem Auftritt einige VIPs gewonnen», so Rosenberg. Um seine Website im Internet gut zu positionieren, passt er immer wieder die Packages an, die er dort publiziert. «Mir fällt auf, dass die Site auf der Google-Liste weiter nach oben rutscht, wenn ich etwas verändere.»
Rosenberg sorgt dafür, dass die Zimmerpreise auf allen Plattformen gleich sind. Er trägt sich mit dem Gedanken, ein Tool anzuschaffen, das die Preise automatisch abgleicht. Das «Helmhaus» ist Mitglied bei Swiss Quality Hotels, was dem Hotelier rund 25 Prozent des Umsatzes bringt. 7 Prozent der Buchungen laufen über seine eigene Website. Da alle Buchungsplattformen der Swiss Quality Hotel-Gruppe, inklusive seiner eigenen, verlinkt sind, ist das Zimmerkontingent bald ausgeschöpft. Dann muss der Gast zum Telefon greifen. Dagegen hat Rosenberg nichts: «Telefonisch können wir unser Hotel noch besser verkaufen.»
Mit verschiedenen Domain-Namen das Hotel besser positionieren
Patrick Zettel, Direktor des 3-Sterne-Relais-du-Silence-Hotels Schloss Ragaz in Bad Ragaz, hat mit verschiedenen Reiseportalen einen Vertrag abgeschlossen und zehn Domain-Namen, die zum Hotel passen, reserviert. Damit sollen die Gäste das «Schloss Ragaz» sofort finden. Zwischen 15 und 20 Prozent seiner Gäste buchen per Internet, die meisten jedoch telefonisch. «Oft sitzen sie am Computer, wenn sie anrufen. So kann ich ihnen das Hotel gut erklären», so Zettel. Es sei nämlich nicht ganz einfach, sich einen Überblick über die neun Gebäude umfassende Hotelanlage zu verschaffen. Seine Website werde jährlich von 64000 Besuchern angeklickt, sagt der Direktor. Rund 15000 Franken hat er in seinen Internetauftritt investiert.
Internetauftritte sind nicht nur etwas für Hotels der oberen Kategorien. Das 2-Sterne-Hotel Morteratsch in Pontresina hat ebenfalls einen Webauftritt, für den sie «viel Komplimente» bekomme, wie die Direktorin Barbara Schaffner sagt. Der Auftritt kostet sie jährlich 1000 Franken. Rund ein Drittel ihrer Buchungen kommen dank der Website, sagt sie.
Nach der Liberalisierung des Gastgewerbegesetzes wurde Zürich zum entfesselten Gastro-Labor. Wie ein Restaurant-Veteran die Veränderungen erlebte. 
Beat Caduff, der Perfektionist, legt in seiner Wine Loft täglich eine neue Speisekarte auf. Mit Produkten, die er frühmorgens eingekauft hat. Frisch, frisch, frisch, so lautet das Konzept. 
Ein Österreicher erobert Zürich: Marcus G. Lindner gilt als der beste Koch in der Stadt. «Nicht Kunst, sondern Handwerk» müsse man bieten, sagt der Tüftler. 
Im Bindella-Restaurant Terroir ist alles Swiss made. Nicht nur, was auf den Teller kommt, sondern auch die Tischeund die Stühle. 
70 Prozent aller Gäste bestellen im «Emilio» das legendäre «Poulet rôti Emilio». Im spanischen Familienbetrieb kommen nur beste Zutaten in die Pfannen. 
Der Bau von Bergbahnen im Osten schaffe eine Win-win-Situation mit dem Westen, meint der Bahnbau-Marktführer. Denn immer mehr Leute fahren dadurch Ski.
In Osteuropahaben sich die Übernachtungszahlen in den letzten zehn Jahren teilweise mehr als verdoppelt.
Die touristische Entwicklung in Bulgarien harzt, sagt André Gribi, der seit fünf Jahren dort tätig ist. Grund dafür ist unter anderem die Korruption, die in diesem Land verbreitet ist.
Osteuropa rüstet touristisch auf. Für Urs Wagenseil, Professor am Institut für Tourismuswirtschaft Luzern, sind die Destinationen noch keine Konkurrenz für das Ferienland Schweiz.
Internationale Hotelketten setzen auf Osteuropa und bauen ihre dortige Präsenz kontinuierlich aus. Wichtigster Markt ist Russland.



Wellness in slowenischen Heilthermen, Baden in der Adria oder lieber Skifahren in den Alpen? In Slowenien ist vieles möglich. Vor allem Italiener, Österreicher und Deutsche profitieren.
Die EU unterstützt die touristische Entwicklung in den osteuropäischen Ländern mit Milliardenbeträgen. Ein paar Beispiele.