Die Berechnungen von BAK Basel wurden noch bei einem Euro-Kurs von Fr. 1.38 gemacht. Selbst bei einem solchen hätte das Gastgewerbe, wenn es die Nahrungsmittel in den umliegenden Ländern eingekauft hätte, rund 1,3 Milliarden Franken eingespart. Die Preisdifferenz verteuert die Endpreise in der Schweizer Gastronomie: Eine vierköpfige Familie koste ein Menü mit Getränken in der Schweiz bis zu 7 Prozent mehr, rechnet die Studie von BAK Basel, erstellt im Auftrag von hotelleriesuisse, exemplarisch vor. Denn der Anteil der Nahrungsmittelkosten an den Gesamtkosten im Gastgewerbe ist zwar deutlich kleiner als jener der Personalkosten (39%), beläuft sich aber noch immer auf 17,5 Prozent. «Wir fordern marktgerechte Einkaufspreise», so hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo L. Brentel an der Medienkonferenz des Branchenverbands vom Dienstag. Ziel sei ein Freihandelsabkommen mit der EU im Agrar- und Lebensmittelbereich.
Bei einem Euro-Wechselkurs von Fr. 1.20 war das Schweizer Gastgewerbe im September 2011 bereits 32 Prozentpunkte teurer als jenes in den umliegenden Ländern. Die Preise der gesamten Schweizer Tourismuswirtschaft fielen noch 29 Prozentpunkte höher aus. Im Jahr 2007 war der Unterschied mit 11 Prozent respektive 9 Prozent deutlich kleiner gewesen.
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Der Scuoler Tourismusdirektor Urs Wohler macht Nägel mit Köpfen. Mit zwei innovativen Projekten für die Hotellerie der Destination will er der Frankenstärke trotzen.
Bereits am Montag entscheidet der Nationalrat über die befristete Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie. Eine Woche später der Ständerat. Es wird eine Zitterpartie.
Der Bundesrat will die Gelder für die Förderung von Innovationen aufstocken. Er hat das Volkswirtschaftsdepartement am Mittwoch ermächtigt, für 2012 zusätzliche Mittel in der Höhe von 60 Millionen Franken zu beantragen.
Die von economiesuisse geforderte öffentlich-private Finanzierung einer zweiten Gotthard-Röhre stösst beim Bund auf Widerstand. Der in einer Studie vorgeschlagene Tunnelzoll sei sehr schwierig durchsetzbar und für die Automobilisten nicht attraktiv.
Europas grösster Hotelkonzern Accor setzt seinen Aufwärtstrend fort. Im vergangenen Jahr verbuchte das französische Unternehmen dank einer starken Nachfrage und gestiegener Zimmerpreise deutlich höhere Gewinne.
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