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02.02.2012
Viel Ärger um HRS
Ob sie ihre Betten weiterhin mit Buchungen via HRS füllen wollen, prüfen viele Hoteliers zurzeit.
Ob sie ihre Betten weiterhin mit Buchungen via HRS füllen wollen, prüfen viele Hoteliers zurzeit. (© Foltolia)
Die Protestwelle gegen HRS erreicht die Schweizer Hotellerie. Ein Boykott sei aber der falsche Weg, sagt Guglielmo L. Brentel, Präsident von hotelleriesuisse.
sabrina glanzmann

Seit das Buchungsportal HRS die Erhöhung seiner Kommission von 13 auf 15 Prozent mittels neuer AGB bekannt gab, ist Feuer im Online-Distributions-Dach: In Deutschland organisierten sich Hoteliers via der Facebook-Seite «HRS-freie Woche» zu einem Boykott-Aufruf. Dass die «teils unsachlichen» und «zu heissen» Debatten den Initianten Christoph Biaillas inzwischen dazu bewogen, die Seite wieder einzustellen, zeigt das Emotionspotenzial der Thematik. Vor allem Diskussionen um den Missbrauch der Marktstärke von HRS, die bereits bei der Übernahme von Tochter hotel.de im Herbst geführt wurden, werden jetzt wieder laut.

Auch bei den Schweizer Hoteliers regt sich der Unmut allmählich immer stärker: Verschiedene Regionalverbände und Sektionen geben an, auch die Möglichkeit zum Aufruf zu Protestwochen zu prüfen. Guglielmo L. Brentel zeigt Verständnis für Überlegungen in diese Richtung - für ihn ist Boykott aber der falsche Ansatz: Im Interview spricht der Präsident von hotelleriesuisse über Alternativen und welche Bedeutung dabei die eigene Hotelwebsite spielt. Zudem werde weiter ein gemeinsames Projekt von hotelleriesuisse, Schweiz Tourismus und den SBB im Zusammenhang mit STC als nationaler Vertriebskanal verhandelt.

Derweil versucht HRS mit einer offensiven Kommunikationsstrategie und mit der Präsentation ihrer Vertriebskosten-Analyse die Wogen zu glätten.

Siehe Interview mit hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo L. Brentel oben rechts

  
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kommentare zu diesem artikel

HRS von Sutter Matthias (05.02.2012 13:45:09)
Jeder Hotellier ist selber für die Vermarktung in den Verkaufskanälen verantwortlich. Neben der Mund zu Mund Werbung ist der Beste und günstigste Marketingaufbau eine attraktive Webseite mit eigener Buchunsmöglichkeit der wichtigsten Umsatzträger. Dort ist es für alle Gäste möglich die asolut günstigsten und besten Raten zu bekommen.

Matthias Sutter

Boykott aber der falsche Ansatz von Peter Löbel (02.02.2012 09:56:44)
Der Aussage von Herrn Brentel , nicht Boykott sondern Alternativen suchen sind der richtige Weg, kann ich nur zustimmen .
Um Schadensbegrenzung bemüht, zeigt HRS einen kleinen Einblick in seine Kalkulationen.

Die Kosten der Suchmaschinen, z.B. Google, steigen pro Jahr um ca. 15-20%
Vom HRS Blog 17.1.12
http://blog.hrs.de/agb/uploads/dokumente/3_Vertrie bskostenanalyse.pdf

Von 109 Euro die HRS von den Hotels als Provision erhält geben sie 106 Euro an Google weiter.
Die 3 Euro bezeichnet HRS dabei selbst als „Gewinn“. Betriebswirtschaftlich wohl nicht ganz richtig.
http://blog.hrs.de/agb/uploads/dokumente/4_Vertrie bskostenanalyse.pdf

Wirklich Gedanken sollten sich die Hotels aber um die Monopolstellung von Google machen. Siehe den Beitrag von tnooz
http://www.tnooz.com/2012/01/30/news/is-boo king-com-the-travel-king-of-google-adwords-infogra phic/

Bei Google landet der grösste Teil ihrer Provisionen. Und HRS ist in der Riege der Online Travel Agents (OTA) nur ein ganz kleines Licht.

Peter Löbel
Travel Web Services AG



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