Schon das Jahr 2009 war für den Tourismus im Tessin nicht gerade rosig. Doch 2010 gestaltet sich bis anhin kaum besser. Besonders deutlich sprechen die Zahlen vom Mai: Während landesweit die Logiernächte um 3,2 Prozent zulegten, verbuchte das Tessin ein Minus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Natürlich war das schlechte und kühl-feuchte Wetter schuld. Aber der Nachbarkanton Graubünden konnte im gleichen Zeitraum um 10 Prozent zulegen.
Gleichwohl versuchen die Touristiker im Tessin, nicht in Panik zu verfallen und Zuversicht auszustrahlen, wie die Jahresversammlung von Ticino Turismo (ETT) unter Leitung von Präsident Marco Solari kürzlich in Faido unter Beweis stellte. Schade aber, dass einige lokale Verkehrsvereine nicht vertreten waren.
Vor Ort war indes Finanz- und Wirtschaftsdirektorin Laura Sadis. Und sie überraschte mit Neuigkeiten. So soll bis Herbst das lang ersehnte «Observatorium für den Tourismus» auf den Beinen sein. Entsprechende Kontakte mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut IRE in Lugano, der kantonalen Fachhochschule Supsi und dem Institut für Konjunkturforschung BAK Basel Economics sind geknüpft.
Verbindung zur Forschung soll benötigte Kennzahlen bringen
Aus diesen Querverbindungen zur Forschung sollte auch eine Grundsatzstudie zum Tessiner Tourismus entstehen. Wie viele Arbeitsplätze schafft der Tourismus? In welchen Regionen? Welcher Anteil am Bruttoinlandprodukt wird erwirtschaftet? Bis heute fehlen verlässliche Angaben zu diesen wichtigen Fragen. «Dabei brauchen wird diese Informationen für die Planung im Sektor», meint Laura Sadis, die auch Mitglied des ETT-Verwaltungsrates ist.
Sie erwähnte zudem die vom Staatsrat beschlossene Erhöhung der Kurtaxen auf 1. Januar 2011, die vom Parlament noch abgesegnet werden muss, aber bereits den Zuspruch aller betroffenen Branchen, darunter hotelleriesuisse Ticino, fand. Geplant ist eine Erhöhung der Kurtaxe für Gäste in Hotels bis zu drei Sternen von 80 Rappen auf 2 Franken, in Vier- und Fünfsternhotels von 1.45 auf 3 Franken, auf Camping-Plätzen und in Jugendherbergen von 55 Rappen auf 1 Franken. Es handelt sich um eine Angleichung der objektiv tiefen Taxen an den Schweizer Mittelwert,
Im Tessin hofft man, durch diese Anpassung der Kurtaxen rund 3,4 Mio. Franken im Jahr mehr einzunehmen. «Der Preisanstieg muss den Gästen wieder zugutekommen», mahnte Sadis. Die Kurtaxe wird in die Kassen der lokalen Verkehrsvereine zum Zweck der Information und Gäste-Betreuung fliessen.
Regierung will Strukturen im Tourismus radikal vereinfachen
Das Finanzdepartement plant indes, die Strukturen im Tourismus bis 2013 radikal zu vereinfachen. Vor allem eine Neuordnung beziehungsweise Fusion oder Auflösung der elf (!) lokalen Verkehrsvereine mit ebenso vielen Verwaltungsräten soll endlich angepackt werden. Die Botschaft wird wohl erst nach den Wahlen von 2011 ausgearbeitet. Marco Solari will dem Tessin eine Verlängerung der Saison als Ziel setzen: «Nicht mehr von Ostern bis Oktober, wie heute, sondern von Ostern bis zum Dreikönigstag.»
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an. 
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Die Spielbank Baden kann die Kugel auch in Liechtenstein rollen lassen. Das Aargauer Unternehmen hat mit einem Liechtensteiner Unternehmer zusammen die erste und einzige Spielbankenkonzession für das Fürstentum erhalten.
Der Bündner Ferienort Arosa ist wegen seiner Städtepartnerschaft mit Shangri-La in der chinesischen Provinz Yunnan in die Kritik der Schweizer Tibeterorganisationen geraten. Eine Aussprache am Donnerstag in Chur verlief ergebnislos.
Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft Air Berlin tritt am 20. März als Vollmitglied dem Luftfahrtbündnis Oneworld bei. Diesen Termin gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.





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