umfrage
03.02.2012
So würde das Volk heute entscheiden
(© fotolia)
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an.

Wäre letzte Woche abgestimmt worden, hatten 61 Prozent der Befragten dem Volksbegehren «Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen» zugestimmt, 27 Prozent waren dagegen. Der grösste Teil der Befragten ist der Meinung, dass Zweitwohnungen die Immobilienpreise in die Höhe treiben, die einheimische Bevölkerung verdrängen und die Landschaft zersiedeln.
 
Offenes Rennen

Die Politikwissenschaftler von gfs.bern warnen die Befürworter jedoch vor Euphorie: Das Schicksal der Initiative hänge vom weiteren Verlauf der Kampagne ab, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Initiativen könnten zu Beginn auf viel Sympathie stossen, würden bis zum Abstimmungstermin aber oft an Unterstützung verlieren.
 
Umgekehrt könnte die Initiative «6 Wochen Ferien für alle» der Gewerkschaft Travail.Suisse noch aufholen. Derzeit stimmen ihr erst 39 Prozent der Befragten zu, 55 Prozent lehnen sie ab. Überwiegende Zustimmung findet das Volksbegehren nur links der Mitte. 

Geringes Interesse
Neben den beiden Vorlagen wird das Stimmvolk auch über die Bauspar-Initiative, die Neuregelung der Geldspiele sowie über die Buchpreisbindung befinden. Gross ist das Interesse an den Abstimmungen vom 11. März nicht: Nur 39 Prozent der 1'208 befragten Stimmberechtigten gaben an, daran teilnehmen zu wollen. Die repräsentative Umfrage im Auftrag der SRG SSR idée suisse wurde vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 23. und 28. Januar in allen Landesteilen durchgeführt. (npa/sda)

  
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